Yunus

YUNUS – Drei Lieder zum Alleinsein. Wann hört Einsamkeit auf und wann fängt Alleinsein an? YUNUS weiß es auch nicht so genau. Vielleicht, weil er selbst gar nicht so gut darin ist. Wie auch, wenn wir uns daran gewöhnt haben, ständig erreichbar zu sein, und inzwischen mehr Zeit mit unseren Bildschirmen verbringen als miteinander? Im Herbst erscheint YUNUS’ neue EP „Drei Lieder zum Alleinsein“ – ein Liedzyklus über die unterschiedlichen Zustände des Alleinseins. Über Gedanken, die im Kreis laufen, bis Projektionen irgendwann überzeugender wirken als die Realität. Über die Suche nach einem Selbst und darüber, was passiert, wenn man irgendwann merkt, dass man sich schon gefunden hat. Und über Doomscrolling, Bildschirmzeit und den Endgegner in unserer Hosentasche. Musikalisch bringt YUNUS dabei Weltschmerz, politische Wut und zarte Liebe zusammen, ohne daraus ein Konzeptalbum mit erhobenem Zeigefinger zu machen. Im Gegenteil: Seine Songs sind poetisch und dringlich, manchmal traurig, manchmal absurd und oft genau da am humorvollsten, wo es eigentlich schon längst nicht mehr lustig ist. Geboren in Istanbul, aufgewachsen im Berliner und Münchner Speckgürtel, zwischen Battle-Rap und Poetry Slam plötzlich Bratsche in Hannover studiert – und schließlich wieder in Berlin gelandet, um Indie-Pop zu machen: YUNUS ist zwar nicht gerne allein, liebt aber Umwege. Er ist studierter Bratschist, unstudierter Rapper und Songwriter. Und er erzählt gern Geschichten. Nicht nur in Songs, sondern auch in Textsammlungen, viralen Reels und auf der Bühne. Ganz egal ob bei Festivals wie dem Open Flair oder dem Reeperbahn Festival, als Support von Dominik Hartz oder LIN oder in Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie und der Elbphilharmonie: Live ist YUNUS ganz in seinem Element – und vielleicht auch deshalb nicht besonders gut darin, allein zu sein. Aber Umwege zahlen sich aus. Manchmal führen sie einen auf die Bühne. Manchmal zu sich selbst. Und manchmal einfach auf die Couch, mit guter Musik und drei Liedern zum Alleinsein. 

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