ADRIAN

Es gibt Momente, in denen eine Beziehung kippt – nicht mit einem Knall, sondern mit einem Schweigen. Zwischen zwei Menschen bleibt plötzlich etwas Ungesagtes stehen, und genau dort setzt ADRIAN an. „Sag mir was du fühlst“ ist kein Liebeslied, sondern ein letzter Versuch, ehrlich zu bleiben, wenn Ehrlichkeit wehtut. Der Song beginnt leise – ein Klavier, so tastend wie das Gespräch, das keiner führen will. „Ich will nur, dass du weißt, dass es mich zerreißt“, singt ADRIAN, während sich aus melancholischen Pianoakkorden langsam vibrierende Flächen und Streicher entfalten. Später setzen Drums ein, geben den nackten Emotionen Nachdruck. Musikalisch lässt der Track viel Raum, so wie ADRIAN es beschreibt: „Kein überladener Beat, einfach Emotion pur. Ich wollte, dass man jedes Wort spürt, nicht nur hört.“ Inhaltlich ist „Sag mir was du fühlst“ ein innerer Dialog – mit der anderen Person, aber auch mit sich selbst. Es geht um das Bedürfnis, geliebt zu werden, und die Angst, dabei kaputtzugehen. „Ich habe den Song in einer Phase geschrieben, in der ich mich innerlich total zerrissen fühlte“, erzählt ADRIAN. „Zwischen dem Wunsch, geliebt zu werden, und der Angst, wieder verletzt zu werden. Ich wollte nicht mehr so tun, als wär‘ alles okay, wenn es das nicht ist.“ Diese Ehrlichkeit zieht sich durch jede Zeile. „Wenn du mich nicht mehr liebst, dann sag’s mir jetzt und hier“ – ein Satz, so direkt, dass man kaum weghören kann. Hinter der Härte steckt Verletzlichkeit, hinter dem Rückgrat ein offenes Herz. „Ich kämpfe in dem Song nicht nur gegen die andere Person, sondern auch gegen mein eigenes Bedürfnis nach Nähe“, sagt ADRIAN. „Dieses ‚ich hass’, dass ich dich brauche‘ beschreibt für mich den inneren Konflikt perfekt.“ So wird „Sag mir was du fühlst“ zu mehr als einer Trennungsgeschichte. Es ist ein Song über den Mut, das Unangenehme auszusprechen – über die Erkenntnis, dass Liebe manchmal mehr weh tut als ihr Ende. Ein stiller Befreiungsschlag, ehrlich, roh und emotional auf den Punkt. „Es ist, als würde ich mit meiner eigenen Verletzlichkeit Frieden schließen – auch wenn’s wehtut“, so ADRIAN. ADRIAN ist ein Songwriter, Musiker und Sänger aus Berlin. Aufgewachsen ist er in den Plattenbausiedlungen von Hohenschönhausen – seine Mutter ist bei seiner Geburt 16 Jahre alt, sein Vater so gut wie nie anwesend. Den Großteil seiner Kindheit und Jugend wächst ADRIAN bei seinen Großeltern auf. Geprägt von diesen Erfahrungen führt er in seinen Zwanzigern ein Leben immer nah am Abgrund – stets begleitet von Musik. Mit 18 wird er Sänger der Band Castle of Clouds. Ab 2018 postet er Coversongs auf Instagram – der Erfolg macht ihn zum gefragten Influencer, doch den Fake-Glamour erträgt er nach eigener Aussage nur mit Drogen. Auf seine Videos werden auch die Beatgees aufmerksam, eines der erfolgreichsten Produzententeams Deutschlands. Sie erkennen früh sein Talent – seit 2020 arbeitet er eng mit ihnen zusammen. Heute ist ADRIAN fester Teil der Studio-Community in Prenzlauer Berg. Neben den Beatgees, seiner „chosen family“, arbeitet er mit vielen Artists aus ihrem Umfeld – ein kreatives Zuhause, in dem er seinen Sound und seine Stimme gefunden hat. ADRIAN sprengt bewusst Genregrenzen: Seine Musik bewegt sich gekonnt zwischen Alt-Pop, UK-Garage und Grunge. Mal bringt eine getragene Ballade mit Piano und Streichern seine Gefühle auf den Punkt, mal hat seine direkte Art und Rotzigkeit etwas Punkiges. Er selbst fasst es so zusammen: „Mein Genre ist: True Stories. Musik soll wieder echt sein – kein Plastik, kein Fake.“

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