
Mit neuem Herzblut kehren Panda Lux zurück – und zeigen, wie nah Musik gehen kann. Nach einer zweijährigen Schaffenspause veröffentlichen die vier Schulfreunde am 30. Januar 2026 ihr viertes Studioalbum „Herz“. Entstanden ist ein Werk, das aus gewachsener Freundschaft, kreativer Neugier und tiefer musikalischer Verbundenheit geformt wurde. Panda Lux waren schon immer eine Album-Band. Den experimentellen Sturm-und-Drang von „Versailles“ (2017), die musikalisch wunderschön verpackte Verzweiflung von „Fun Fun Fun“ (2020), die bunten, in vielen Stilen blühenden „Blumen I–IX“ – all diese Klangreisen funktionierten am allerbesten in den thematischen Albumklammern, die Panda Lux ihnen als Band zugedacht haben. „Herz“ führt diesen Weg nun weiter – direkter, emotionaler, entschlackter. Schon die poetische Cover-Fotografie von Sina Meyer lässt einen glauben, man schaue hier durch einen blutig-roten Schleier direkt ins Herz der Band – gegründet von Musikern, die sich seit Teenagertagen kennen. Doch bevor Panda Lux dieses atmosphärische, poetische Album überhaupt beginnen konnten, mussten sie zunächst ihr eigenes Bandherz wieder zum Schlagen bringen. Nach der Arbeit am konzeptuellen „Blumen“-Projekt war das Gefüge der Band fragil geworden. Der geplante Neustart in einer abgelegenen Berghütte wurde zum Krisen-Retreat. „Wir haben gesagt: Danach treffen wir uns im Studio und schauen, was passiert“, erzählt Sänger Silvan Kuntz. „Seit wir 13 oder 14 sind, haben wir immer zusammen Musik gemacht. Das ist wie Atmen. Und dann sagst du plötzlich: Jetzt wird nicht mehr geatmet.“ Was erst wie ein Stillstand wirkte, wurde zur Heilung. Ein Jahr später, zurück im Studio, begann das, was die Band heute ihren „Raketenstart“ nennt. „Diese Phase hat das Panda-Lux-Herz so ein bisschen geheilt“, sagt Silvan. „Es schlägt jetzt wieder kräftig und regelmäßig.“ „Herz“ ist das Ergebnis dieser Wiederbelebung: zwölf Songs, die ehrlich, vielschichtig und voller Leben klingen. Noch nie klang Silvans Stimme so roh, so unmittelbar. Zwischen innerer Zerrissenheit, Herzschmerz und der Suche nach Frieden entsteht ein Klangbild, das berührt, ohne sich anzubiedern. Silvan hat seine poetische Sprache weiter geschärft – klarer, fokussierter, treffender. In „Sonnenbrand“ etwa verdichtet er ein ganzes Sommerdrama in zwei Sätzen: „Einen Sommer lang, haben wir uns geliebt. So einen Sonnenbrand hatte ich noch nie.“ Auch das ruhig fließende „Nimm mich in den Arm“ zeugt von dieser neuen Direktheit. „So einen Satz hätte ich mit 15 nicht gesungen“, sagt Silvan. „Aber weil es für mich so echt ist, darf es auch so echt sein.“ Die neue Zugänglichkeit spiegelt sich auch im Sound wider. „Wir haben uns als Band die Challenge gesetzt, das Gegenteil von ‘Blumen’ zu machen – musikalisch mega auf den Punkt zu sein“, erklärt Gitarrist Samuel Kuntz. Das hört man. Gemeinsam mit Produzent Aaron Ahrends (Von Wegen Lisbeth, Catt, Say Yes Dog) nahm die Band das Album in den Black Box Studios im Süden Frankreichs auf. Umgeben von weiter Landschaft und Stille fanden Panda Lux dort den idealen Ort, um ihre Vision zu verfeinern – reduziert, ehrlich und voller Gefühl.
Während der Bandpause hatten die vier zudem ihre kreativen Wege erweitert: Silvan veröffentlichte als San Silvan seine erste Solo-EP, produziert von Sophie Hunger. Bassist und Cellist Janos Mijnssen, Teil der Band von Faber, co-produzierte dessen Album „Addio“. Samuel und Silvan Kuntz veröffentlichten unter dem Namen HOEHN das instrumentale Gitarrenalbum „Mistral“, während Drummer Moritz Widrig als musikalischer Leiter an deutschen Theatern tätig war und Filmmusik komponierte. Mit „Herz“ gelang Panda Lux schließlich das, was vielen Bands nach Jahren gemeinsamer Arbeit schwerfällt: ein echter Neuanfang. Und der wurde gehört – spätestens, als Panda Lux 2025 als Support von Von Wegen Lisbeth quer durch Deutschland tourten. Die Einladung war kein Zufall, sondern ein deutliches Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Band mittlerweile in der deutschsprachigen Indiepop-Szene einnimmt. Mit „Herz“ zeigen sich Panda Lux so direkt und emotional wie nie zuvor. Eine Band, die sich neu erfunden hat, ohne ihre Wurzeln zu verlieren – und die mit diesem Album tatsächlich mitten ins Herz trifft. Panda Lux kehren mit neuem Herzblut zurück: Nach einer einjährigen Pause treffen sich Silvan Kuntz, Samuel Kuntz, Moritz Widrig und Janos Mijnssen wieder im Studio. «Es hat sich angefühlt wie ein Raketenstart. Innerhalb von acht Tagen hatten wir ein ganzes Album geschrieben», sagt Sänger Silvan Kuntz. «Niemand», die erste Single, entsteht direkt am ersten Tag – ein poetischer Uptempo-Song, der erstaunliche Wege geht. Was schon immer das Markenzeichen dieser Band war, die seit dem Teenageralter gemeinsam Musik macht. Die Geschichte von Panda Lux beginnt 2006 auf dem Pausenplatz: Silvan Kuntz spielt Gitarre, sein Bruder Samuel bringt sich erste Akkorde bei, und gemeinsam finden sie mit Moritz Widrig (Drums) und später Janos Mijnssen (Bass) zur ersten Bandformation zusammen. Nach frühen musikalischen Experimenten und unter verschiedenen Bandnamen erspielen sie sich eine wachsende Fangemeinde. Die Umbenennung in Panda Lux markiert 2013 einen Neuanfang, der schließlich zum Debütalbum «Versailles» führt. Ihr Debut findet grossen Anklang: Neben Platzierungen in den Schweizer Album- und Airplay-Charts und einer Nominierung für den Swiss Music Award, ermöglicht es der Band, die grössten Festivalbühnen der Schweiz zu bespielen. Nach der Veröffentlichung der EP «Zoo» 2018 landen sie mit ihrem Song «Bar Franca» einen Streaming-Hit. Im Herbst 2020 erscheint das zweite Album «Fun Fun Fun». Pur und eigenständig, musikalisch filigran, pendelnd zwischen elektronischen und akustischen Klängen. Die Texte von Sänger Silvan Kuntz befassen sich mit der Illusion von käuflichem Glück und dem Zerfall von Vitalität und Selbstliebe. Mit ihrem zweiten Album touren Panda Lux durch Deutschland und die Schweiz und eröffnen grosse Bühnen für Bands wie Faber oder Alt-J. Mit «Blumen I-IX» veröffentlichen Panda Lux 2022 ein experimentelles Konzeptalbum. Dabei stellen sie einmal mehr ihren musikalischen Innovationsgeist und ihren Sinn für die Auslotung der Grenzen von Popmusik unter Beweis. Sinnbildlich für den Stillstand der Corona-Krise nimmt die Band ihren Song «Blumen» neun Mal in verschiedenen Versionen und Kollaborationen auf. Neben der bekannten Deutschen Sängerin «Mine» und der senegalesisch-schweizerischen Band «Siselabonga» wirken auf dem Album auch eine Theaterschauspielerin, ein Streichquartett und ein klassischer Chor mit. Anschliessend folgt die erste Kreativ-Pause in der Laufbahn der viel Multi-Instrumentalisten. Während der Auszeit widmen sie sich individuellen Projekten: Silvan Kuntz veröffentlicht als «San Silvan» eine Solo-EP, produziert von Sophie Hunger, Janos Mijnssen co-produziert Fabers Album «Addio», Samuel und Silvan bringen als «HOEHN» ihr erstes instrumentale Gitarrenalbum heraus, und Moritz Widrig konzentriert sich auf Theater- und Filmmusik. Mit ihrem neuen Album «HERZ» beweisen Panda Lux einmal mehr, dass sie sich stetig weiterentwickeln und dabei doch ihrem Kern als Band in klassischer Gitarren-Bass-Drum Besetzung treu bleiben. Ihr Sound ist mutiger, ihre Texte persönlicher denn je. Was als Freundschaft auf dem Pausenplatz begann, ist heute eine der spannendsten Stimmen im deutschsprachigen Indie-Szene. Und während sie neue Wege erkunden, bleibt eines unverändert: Panda Lux machen Musik, die bewegt – und die bleibt.
