
Das Debütalbum „und doch“ von Sinu handelt von Liebe, Rausch und Vergänglichkeit. Ehrlich, melancholisch und treibend schafft Texter und Songwriter Sinan Köylü auf seinem Debütalbum den Ausbruch aus gängigen Klischees der deutschen und türkischen Sprache. Ein lyrisches Deutsch, das wohlklingend dahinfließt und mal analytisch hart und mal vergänglich weich, aber immer anders als gewohnt erscheint gepaart mit dem Klangreichtum und der akustischen Schönheit des Türkischen. Über allem Sinus Stimme die auf einem tiefen, warmen Fundament ruht und immer wieder in brutale Höhen und schwirrende Kopfstimmen ausbricht. Sinu ist ein deutsch-türkisches Indie-Pop-Projekt. Tiefgehende Vibes, sphärische Klangwelten mit flirrenden, lyrischen Texten, die die deutsche Sprache geschickt und ungewohnt musikalisch einsetzen. Gefühlvoll, aufgeweckt, nachdenklich, gesellschaftskritisch. In einer bilingualen Kindheit verwurzelt, schreibt Sänger und Texter Sinan Köylü Songs auf Deutsch und Türkisch, die durch ihren Klangreichtum, ihre poetische Qualität und Schönheit den Raum erfüllen und gängige Sprachklischees des Deutschen wie des Türkischen ad acta legen. Musik, die nicht egal ist. Musik, die das Publikum packen, wach- und aufrütteln will. Treibende, moderne Beats, eine ungewohnt tiefe Stimme, die immer wieder plötzlich ins Falsett ausbricht, minimalistische Gitarren und ein kathartischer Vibe zeichnen die Musik von Sinu aus und erinnern an große Vorbilder wie Bon Iver, Ben Howard und Ry X. Von Liebe, Rausch und Vergänglichkeit hin zu Rassismus- und Konsumkritik widmet sich Sinu auch jenen wichtigen Themen, die in der deutschsprachigen Pop-Landschaft zu wenig Beachtung finden.

