
Jannis Schulte ist ein Singer-Songwriter aus Hamburg, der seine Musik zunächst unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlichte und seit 2024 unter dem Künstlernamen jaschu auftritt. In seinen Songs verbindet er klassische Singer-Songwriter-Melodien mit elektronischen Elementen und deutschsprachigen Texten, die gleichermaßen nahbar und zeitgemäß klingen. Seine Tracks entstehen in konsequenter DIY-Manier vollständig in Eigenregie – vom ersten Songentwurf über die Produktion bis hin zum finalen Master. Als Studio dient ihm sein Schlafzimmer, das er sich selbst zum kreativen Rückzugsort und Produktionsraum ausgebaut hat. Inhaltlich bewegt sich jaschu entlang der Gegensätze seiner eigenen Gefühlswelt: zwischen Einsamkeit und großer Liebe, zwischen Stillstand und Aufbruch, zwischen Verlorenheit und Heilung. Dabei erzählt er sehr persönliche Geschichten, die dennoch auf vielen Ebenen andocken und Hörer:innen Raum für eigene Erfahrungen lassen. Im April 2025 erschien seine Debüt-EP „vielleicht“, die mit bisher rund 13 Millionen Streams einen starken Einstand markierte. Die darauf enthaltene Single „schnee von morgen“ erreichte Platz #5 der deutschen Viral Charts, wurde in einer ALDI-SÜD-Kampagne synchronisiert. Am 19. Juni veröffentlicht jaschu seine zweite EP „ganz egal“. Neun Tracks zwischen emotionaler Überforderung, Aufbruchsstimmung und dem Versuch, endlich weniger zu grübeln und mehr zu leben. Mit dabei: die bereits erschienenen Singles „für immer kind bleiben“, „wieder weinen“, „gefühlskalt“ und „fernweh“, die zusammen bereits über 2 Millionen Streams verzeichnen. Über die gesamte EP hinweg zieht sich ein innerer Konflikt: Wie schafft man es, emotional offen und gegenwärtig zu bleiben, wenn sich alles ständig nach Funktionieren, Kontrollieren und Nachdenken anfühlt? jaschu erzählt davon nicht abstrakt, sondern über kleine Szenen und konkrete Bilder – vom Tanzen in der eigenen Wohnung bis zum Gedanken, einfach alles stehen und liegen zu lassen. Mit dem Titeltrack „ganz egal“ – zugleich die neue Single – erreicht die EP ihren emotionalen Wendepunkt. Statt weiter nach Antworten und dem großen Sinn zu suchen, entscheidet sich jaschu bewusst für den Moment – für Kontrollverlust statt Selbstoptimierung und für Glück, das nicht erst irgendwann beginnt. jaschu dazu: „Im Leben muss es meiner Meinung nach oft Momente geben, in denen man einfach nur lebt. Momente, in denen die Vergangenheit und die Zukunft vergessen sind. Momente, in denen man jegliche Kontrolle aufgibt und alles erlaubt ist. Die einzigen Regeln: Respektvoll zu anderen und sich selbst sein. Im Song ‚ganz egal‘ wird Grübeln zum Tanzen und Angst zu Selbstvertrauen. Ist mir doch egal wie ich beim Tanzen aussehe und ob es grade überhaupt sinnvoll ist zu tanzen. Ich arbeite nicht mehr darauf hin, irgendwann glücklich zu sein, sondern starte einfach auf der Stelle damit.” Passend zum kathartischen Ausruf „Ich hab gar keine Angst mehr“ im Refrain trägt auch die Produktion von „ganz egal“ etwas radikal Befreiendes in sich: treibende Drums, lustvoll heulende E-Gitarren, jubilierende Synth-Kaskaden und himmlische Background-Chöre entladen sich wie ein Befreiungsschlag nach all dem inneren Lärm der Songs davor.
