Easy Easy

Wie, was? Die haben doch gerade erst ihr Debütalbum veröffentlicht. Schwitzige, ausverkaufte Clubshows gespielt. Und jetzt geht das schon wieder los bei EASY EASY? „Ein rohes Meisterwerk“, beschrieb DIFFUS das selbstbetitelte Debütalbum der Gang aus Köln, die darauf mal auf Deutsch, mal auf Englisch das urbane Leben, Konsum, Ekstase und Comedown sezierten. Die anschließenden Konzerte gaben Öl ins Feuer, neue Songs wollten ans Tageslicht – warum also warten? Am 13. November erscheint mit „Barrakuda“ also Album Nr. 2. Doch Obacht: „Barrakuda“ ist kein Neuanfang, sondern ein Angriff. EASY EASY ziehen die Haut dünner, lassen Kanten stehen und beißen schneller zu. Die Songs wirken reduziert: Vocals im Zentrum, Gitarren wie offene Drähte, Drums zwischen Rock und Hip Hop. Weniger Layer, weniger Schutz – alles steht offen da. Alles bewegt sich vorwärts, manchmal zu schnell, manchmal direkt in die Wand. Der Barrakuda ist dabei weniger Symbol als Zustand. Ein nervöses Raubtier, ständig unter Spannung, gefährlich, weil Stillstand keine Option ist. So klingt „Barrakuda“: rastlos, zugespitzt, futuristisch. In der ersten Single „Sonne“ wird dieses Prinzip greifbar – ein Song, der aus Fragmenten entstanden ist, immer wieder neu zusammengesetzt, bis er trägt. Klar geführte Vocals treffen auf eine kühle, reduzierte Produktion, die Raum lässt für das, was fehlt. Inhaltlich geht es um das Vermissen eines Menschen, ohne den alles farblos wird. Voller Farbe hingegen die kommenden Shows – quer durch die Republik und doch bewusst abseits der großen Metropolen. EASY EASY wollen mitreißen, Zeit anhalten und Halt geben. Zeigen, dass die Sonne scheint, wenn auch nicht immer, dann doch wenn man gemeinsam tanzt!

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