Fruchtiger Beigeschmack

Fruchtiger Beigeschmack aus München spielen deutschsprachigen Indie Jazz mit Kante – stilistisch offen, in der Haltung kompromisslos. Milena (Gesang), Levi (Gesang & Gitarre) und Felix (Schlagzeug) sorgen gerade für ordentlich Furore: : 400.000 Streams in nur zwölf Wochen, ein ausverkauftes Releasekonzert, eine Zusatzshow mit Milla im September, die ebenfalls fast ausverkauft ist, ein Support-Slot vor 6.000 Menschen bei ZAZ in München – und mittendrin „Löschzug“, den die TAZ zum „linken Sommerhit“ erklärt hat. Auf den Socials wird das Trio gerade zur Band, über die man spricht, bevor man sie überhaupt gehört hat. Die Band ist gerade auf dem Sprung:  Raffiniertes Indie-Songwriting mit Jazz-Einflüssen und Texten, die nich belanglos vorbeirauschen. Frontfrau Milena und ihre Band reißen einfach mit. Live erweitert sich das Trio regelmäßig um Piano, Bass, Trompete oder Saxophon – ein Sound, der auf großen Bühnen genauso trägt wie in kleinen Clubs, und der zeigt: Diese Band ist längst mehr als ein Geheimtipp. Jetzt kommt das Debüt, das all das einfängt: „Fast schon gut ist nicht schlecht“ – die Debüt-EP von Fruchtiger Beigeschmack, erscheint bei superpolrecords. Ein Titel mit Understatement, der genau das Gegenteil meint. Fünf Songs, die Indie-Songwriting und Jazz-Offenheit zusammenbringen, ohne sich in Genreschubladen zu verlieren. Die wirbelnde Frontfrau Milena vorne, mit Texten, die nicht ausweichen und längst nicht nur der GenZ aus dem Herzen sprechen. Levi und Felix, die dem Ganzen Raum und Reibung geben, vorgetragen mit unbändiger Spielfreude, die sowohl auf Platte, aber vor allem live zündet. Das ist keine Band, die auf den Durchbruch wartet – sie ist bereits mittendrin, und die Zahlen sprechen für sich: Hunderttausende Streams, ausverkaufte Shows, ein Sommerhit im Feuilleton. „Fast schon gut ist nicht schlecht“ ist der Beweis auf Vinyl – das Debüt einer Band, dielängst mehr ist als ein Geheimtipp. Diese Zeit braucht einfach einen fruchtigen Beigeschmack. Die Fokussingle „Du“ beschäftigt sich mit emotionaler Abhängigkeit in Beziehungen. Während sich die Protagonistin nach Eigenständigkeit und Unabhängigkeit sehnt, taucht da immer wieder die selbe Erkenntnis auf „da bist ja immer noch du“.Eingebunden in einer jazzigen entspannten Atmosphäre erzählt die Band von Selbstbestimmung und der Erkenntnis selbst dann nicht frei zu sein, wenn man längst glaubt es zu sein.

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