
Die Höchste Eisenbahn ist wieder da. Und sie klingt 2025 wie sich 1925 die Leute 1999 vorgestellt haben. Nach Hochhäusern und fliegenden Dampfkutschen. Sechs Jahre Pause. Das ist lang, aber verging aus Bandsicht schnell, wenn Corona und ein paar Soloprojekte dazwischenkommen. „Wenn wir uns wieder sehen schreien wir uns wieder an“ ist das vierte Album der Band und es geht wieder viel um Beziehungen: Du und ich, ich und die anderen, die anderen und du, wir drei, wir zwei, ich alleine. Produziert hat es die Eisenbahn selbst, im geordneten Chaos, zu viert im Proberaum. Da war Muse, Marathon, Spieltrieb und Euphorie. Streit, Vertragen, eine Nacht alleine, einen Tag zusammen, den andern sein lassen, ausbrechen, wieder zurücknehmen. Die Songs sind sehr weit gereist, manche sind als erste Idee schon zehn Jahre alt. Herausgekommen ist ein Sound, der anders ist als die Band bis jetzt klang. Ein Sound als Prozess, als Suche, als Schnittstelle. Der aber trotzdem unüberhörbar nach der Eisenbahn klingt.

