Moonkid

Moonkid ☾ ist es gewohnt, durch seine Andersartigkeit aufzufallen, vergeblich nach seinem Platz zu suchen, als „Außenseiter“ gebrandmarkt zu werden. Seit er denken kann, hat der Sechsundzwanzigjährige rebelliert, gegen die missglückte Welt, die uns umgibt – bis er irgendwann sein eigenes chaotisches Ersatzuniversum geschaffen hat. Im Moonkid ☾-Kosmos regiert die Unvernunft: Hier trifft adoleszente Euphorie auf Lebensüberdruss und Düsternis; hier crasht punkig-abgründige Disharmonie frontal in poppig-sphärische Hit-Hooks; hier multiplizieren sich Seelenstriptease mit ruppig-direkter Sprache zu emotionalen Gefühlsausbrüchen und authentischen Aussteiger-Hymnen. „GESCHICHTEN VOM MOND“ ist inhaltlich wie musikalisch vielseitig, bewusst überfordernd und voller Details. Einerseits ist die Platte als eine Verneigung vor der Emo-Trap-Generation um Lil Peep, XXXTentacion oder Juice WRLD zu verstehen; andererseits greift sie den Sound der durch Bands wie Rage Against the Machine oder System of a Down geprägten Nu-Metal-Ära auf. Hier blitzt ein Funke Thirty Seconds to Mars, da eine Hommage an Tokio Hotel, dort ein Hauch Billie Eilish oder gar Slime durch – weil Moonkid ☾ über das gesamte Album hinweg Genre-Hopping auf Höchstniveau betreibt.

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