Petra Buchholz

Petra Buchholz nennen das Ganze „Bierdosen-Indie“ … und treffen damit ziemlich gut den Punkt. Zwischen Emo, Indie-Rock, Punk, Hamburger Schule und Pop bewegt sich das Kölner Quintett irgendwo zwischen melancholischen Melodien, schrammeligen Gitarren, guten Beats und Refrains, die sich schneller festsetzen, als einem lieb sein kann. Dazu kommen Texte über die Absurditäten des Alltags, die das Banale nicht mit Bedeutung überladen müssen, um doch etwas über die Welt zu erzählen. Petra Buchholz nehmen sich selbst nicht allzu ernst, ihre Haltung dafür umso mehr: Wer einen Song wie „scheiß afd“ schreibt, hat offenbar verstanden, dass mensch nicht jede politische Aussage in bedeutungsschwere Rhetorik verpacken muss. Stattdessen gibt es Indie-Punk mit Herz, Humor und einer gesunden Portion Alltagsfrust; irgendwo zwischen Captain Planet, Turbostaat und dem guten Gefühl, dass nicht alles scheiße ist, solange mensch gemeinsam darüber singen kann.

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