
Mit „Wasserstoff und Staub“ schicken Mamoré ihre Hörer:innen auf eine Reise zwischen Kosmos und Gefühl. Zwischen Synthesizer-Galaxien und tanzbaren Beats fragt Frontmann Eric mit rauer Stimme: „Wo ist die Liebe hin?“ – und findet die Antwort irgendwo zwischen Sternenstaub und Herzklopfen. Ein bittersüßer Space-Rave über Vergänglichkeit, Liebe und das, was bleibt, wenn alles vergeht. Mamoré klingen hier wie Ton Steine Scherben auf einem Raumschiff voller Neonlichter – melancholisch, ehrlich und unendlich tanzbar. Und da ist sie wieder – diese wummernde Bassline. Oh, Moment mal! Die Gitarre erinnert doch sofort an die Haare des jungen Wolfgang Petry. Aber was, verdammt nochmal, sucht der eigentlich im Weltall? Eric, seines Zeichens intergalaktischer Botschafter der Liebe, ist auf der Suche nach genau dieser. Zwischen Ameisenkolonnen und riesigen Kometen entführt er uns in Sprachbilder, die irgendwo zwischen Science-Fiction und Sehnsucht schweben – und uns, während wir noch über das Universum nachdenken, längst auf unsere eigene Suche schicken: nach der Liebe in uns. „Und selbst der allerhellste Stern ist nur Wasserstoff und Staub“, singt Eric mit dieser rauen, zerbrechlichen Stimme, die einem sofort unter die Haut geht. Was zunächst wie ein kosmisches Gedicht klingt, ist in Wahrheit ein Song über Vergänglichkeit, Nähe und die unbändige Hoffnung, dass am Ende etwas bleibt – selbst wenn die Erde längst in Flammen steht. Musikalisch treiben Mamoré mit „Wasserstoff und Staub“ durch ihr eigenes Universum aus tanzbaren Synths, treibenden Drums und leuchtenden Gitarrenflächen. Das Instrumental? Ein absoluter Rausch: Es drückt, glänzt und glitzert – moderner Pop- Zeitgeist trifft auf den Glamour des 80er-Rock. Denn Mamoré sind zurück – nicht nur auf der Tanzfläche, sondern in der vollen Bandbesetzung: fünf Jungs, die mit jeder Note zwischen Euphorie und Melancholie taumeln. Und spätestens dann, wenn der Kopf in Erinnerungen an den ersten Kuss versinkt, beginnen die Hüften ganz von selbst zu wackeln. Im Refrain singt Eric: „Und wenn ein riesiger Komet all deine Ängste und Sorgen zerschlägt – Und mit der Erde kollidiert – wenn ich dann nicht mehr existier – Dann denk ich nur an dich“ Diese Zeilen sind so groß wie der Kosmos selbst – und doch so intim, dass man sich in ihnen verlieren möchte. Es ist Musik, die dich gleichzeitig tanzen und nachdenken lässt, die Weltraumstaub in Herzklopfen verwandelt. „Wasserstoff und Staub“ klingt, als würden Ton Steine Scherben und Daft Punk gemeinsam die letzte Party vor dem Weltuntergang feiern. Und auch wenn Mamoré dabei längst zwischen Neonlichtern, Sternen und Herzschmerz schweben – am Ende bleibt das, was ihre Musik immer ausmacht: Liebe, Hoffnung, Sehnsucht. Und natürlich: tanzen, tanzen, tanzen.
