Mika Noé

Mika Noé ist alles andere als ein durchschnittlicher Popmusiker. Seine Lieder sind komplexe Phasenspiele, sind Abwägungen extremer Gefühle, sind Graustufen-Regenbögen – weder dunkelschwarz noch hellweiß. Obwohl Mika Noé gerade einmal einundzwanzig Jahre alt ist und eine beachtliche Leichtigkeit versprüht, wirkt er wegen seiner messerscharfen Reflexionsgabe bemerkenswert reif. Seine Musik ist ein aufwühlender Blick in den Abgrund und tröstende Therapiestunde; ist Rolle rückwärts und Vollsprint nach vorn; ist atemabschnürender Fallstrick und atemlösende Medizin – bewusst selbstenthüllend, bestechend unverstellt, selbst in ruhigsten Momenten durch Mikas raue, basslastige, emotional geladene Ausnahmestimme maximal dringlich. Die zweite, im März 2026 erscheinende EP des Ur-Berliners beweist, dass es keine überladenen Soundbilder, sondern manchmal nur dezente Klangbetten, ein tragendes Organ und entwaffnend ehrliche Gefühlsschilderungen braucht, um Herzen zu erobern. Auf “irgendwann…“ erzählt Mika Noé in sechs Songs ein Abschiedsszenario. Oder besser: Die Geschichte einer eigentlich perfekten, trotzdem nicht umsetzbaren und schließlich scheiternden Liebesbeziehung. Der von lieblichem Pianospiel begleitete EP-Titelsong “irgendwann“ – ein versöhnlicher, wenn auch noch getrübter Blick in die Zukunft, der ein Ende der Lebensmüdigkeit in Aussicht stellt, auch wenn Mika zum Fliegen gerade der Aufwind fehlt. Es wird weitergehen – so viel ist an diesem Punkt sicher. Und gewissermaßen hat Mika sogar ein Happy End in Aussicht: Unmittelbar nach Veröffentlichung der EP geht er auf seine erste Solo-Tournee durch acht ausverkaufte GSA-Städte.

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