
Sechs neue Indie-Songs von Übersee treiben uns ins vom Dunkeln in den schönen Süden, weiter nach Grönland, ins Exil am Meer, legen sich mit uns in den Klee und raten, doch keine Angst vor der Natur zu haben. Auch musikalisch bietet die Reise alle Tempi und Stimmungen, bleibt aber selbst bei der Uptempo-Tanznummer immer im Reflexionsmodus. „Wir haben erst nach den Aufnahmen festgestellt, dass alle Songs in Moll sind“, sagt Gitarrist Friedrich Stiebeling. Das passt zu den Texten: Hat man es sich gerade mit einer schönen Zeile bequem gemacht, die einen vielleicht in Urlaubsstimmung versetzt, lauert wieder ein leises Unbehagen hinter der nächsten Ecke – beispielsweise, wenn vom „Weltgewitter-Hinterland“ die Rede ist. Die Band betont, dass ihre Songs von Hoffnung durchwirkt sind. „Wir hoffen, die Hoffnung kommt rüber“, sagt Sänger Martin Petersen schmunzelnd. Sechs Songs zum darin Abtauchen, sich treiben lassen und immer wieder hören. 2023 gründet sich die Band in einem Hamburger Hochbunker. Irgendwo im Grünen, aber zwischen meterdicken Betonwänden, treffen sich die vier Musiker und gießen ihre über die Coronajahre gesammelten musikalischen und textlichen Ideen in ein gemeinsames Format. Sie nennen es Übersee, wie Fernweh und Zuhause – nur in einem Wort. 2024 folgt die erste Veröffentlichung: ihre EP „Endlich alles klar“ mit fünf Songs. Mit der EP „Von irgendwo nach anderswo“ werden nun, im Herbst 2026, sechs weitere Songs veröffentlicht. Live haben sie ihr Werk bisher auf diversen Hamburger Indie-Festivals wie dem Wutzrock Open Air 2025, dem Asphaltsprenger Festival 2026 und dem Osterbrooklyn Musikfestival 2026 gespielt.

