
Entstanden als Kleinstadterinnerung an die so verheißungsvolle wie abschiedsschwangere Zeit zwischen Abitur und Studium, wenn eine alte Welt endet und eine neue beginnt. Seinen Anfang nahm der Song in Berlin, fertiggestellt wurde er in der Corona-Quarantäne im Haus meiner Eltern. Begleitet wird der Release von einem stimmungsvollen Musikvideo aus Berlins U-Bahn-Unterwelt und einer Single-Postkarte aus der fotografischen Feder von Grégory Coursaux. Der abgetrennte Kopf einer Plüschfee. Ein Riesenrad in Flammen. Und ein Geisterkarussell, das niemals anhält: Josias Ender übersetzt solche Bilder in poetischen Gitarrenpop mit nachdenklichen Texten und eingängigen Melodien. Aufgewachsen zwischen Ackerfurche und Waldrand im südwestlichen Nirgendwo, zog er zunächst zum Studieren nach Freiburg und später zum Leben nach Berlin. Seine Lieder handeln von Großstadt und Provinz, von Bankentürmen und Bären, von Schlafanzügen und Handys – und manchmal auch von dir. Live verbindet sich seine unverwechselbare Stimme – mal warm und vertraut, mal emotional drängend – mit einer Gitarre, die von melancholischem Fingerpicking bis zu akustischem Indie-Rock reicht. „Ich hab das Lied als Erinnerung an die Zeit zwischen Abitur und Studium geschrieben, wo sich die Welt plötzlich öffnet und alles möglich erscheint – aber auch klar ist, dass das bisherige Leben unwiederbringlich vorbei ist. Und es geht darum, was Heimat eigentlich bedeutet, wenn man die alte Kleinstadt hinter sich gelassen hat und trotzdem niemals ganz verdrängt bekommt.“
