
SOKAE machen auf der Bühne kein Aufwärmprogramm. Es geht sofort laut los und bleibt auch so, von der ersten bis zur letzten Minute. Musikalisch sind sie im deutschsprachigen Pop-Punk unterwegs, halten sich aber nicht strikt an die Gebrauchsanweisung. Humorvoll, ehrlich, und niemand muss sich hinterher fragen, was eigentlich gemeint war. Sich selbst nehmen sie nicht zu ernst, dabei stecken in ihren Texten ernste Themen, gepaart mit einer guten Portion Quatsch. Die Texte sind direkt, manchmal unbequem, aber die Refrains sind so eingängig, dass man sie schon ab dem ersten Refrain nicht mehr vergessen kann. Großes Tamtam braucht’s dabei nicht, einfach drei Freunde, die aus Spaß an der Musik Songs schreiben und diese Freude auf jeder Bühne spürbar machen. Genau diese Mischung ist es auch, die ihr kommendes Album so besonders macht. Nach zahlreichen EPs und Singles ist es endlich soweit. Am 09. Oktober erscheint ihr langersehntes Debütalbum „Ganz Normaler Wahnsinn“, gefördert von der Initiative Musik, ein Album, auf das Fans schon lange gewartet haben. Das Album zeigt die ganze Bandbreite von SOKAE, von Song zu Song spürt man den Charakter der Band. Mal wütend, mal ehrlich, mal einfach nur zum Mitgrölen. Mit Features von befreundeten Acts wie MAVIS, Dorfterror sowie den Punk-Legenden WIZO/Krashkarma deckt das Album gleich mehrere Genres ab und liefert einen bunten Mix aus Pop-Punk, Emotionen und ordentlich Energie. Kurz gesagt, „Ganz Normaler Wahnsinn“ ist genau das Album, das man von SOKAE erwarten durfte. Aufgesetzt ist bei dieser Band nichts. Was in den Songs gesagt wird, kommt eins zu eins auch live an. Und genau das ist der ganz normale Wahnsinn, von dem SOKAE immer wieder spricht. Auf der Bühne ist SOKAE zuhause, aber die Zahlen dahinter sprechen genauso eine klare Sprache. 180.000 Streams, über 75 Shows im ganzen Land und ein Slot, der für sich steht, nämlich die Hauptbühne beim Kessel Festival in Stuttgart, direkt neben Nina Chuba und The Lottery Winners. Auch abseits der Bühne wird das gesehen. Das Underdog Fanzine brachte es auf den Punkt und lobte, wie sehr die Band diesen bestimmten Drang transportiert, dieses Bedürfnis nach Freiheit und Ausdruck, nach einem Ort ohne Grenzen, an dem man einfach loslassen kann. Wer schon mal bei einem SOKAE Konzert war, weiß genau, wovon die Rede ist, und wird auf dem Album genau dieses Gefühl wiederfinden.
