Kilian Knight

Kilian Knight erzählt gleich zu Beginn seines ersten Interviews, dass er aus Wolfsburg kommt. Wolfsburg? Die Stadt, aus der VW und ein mal besser, mal schlechter aufspielender Werksclub kommen? Richtig! Und genau von dort stammt ein mittlerweile 23-jähriger Musiker, der sich als einer der spannendsten Durchstarter der deutschen Indie-Szene etabliert hat: Über 4 Millionen Streams sprechen eine klare Sprache – und zeigen, dass KILIAN KNIGHT längst dabei ist, die Stadtgrenzen hinter sich zu lassen. Als Musiker. Wenn man ihm das sagt, würde er vermutlich schüchtern unter seinen Locken lächeln – womöglich ein weiterer Grund, warum ihm gerade Indie-Herzen aller Couleur zufliegen. Der Song erzählt von einer Beziehung, die nach außen perfekt wirkt, in Wirklichkeit jedoch von Druck, Streit und emotionaler Belastung geprägt ist. Während niemand von außen die Wahrheit erkennt, fühlt sich die erzählende Person zunehmend kontrolliert und innerlich zermürbt. Im Verlauf wird deutlich, wie sie daran zerbricht und sich immer weiter zurückzieht. Im Chorus zeigt sich schließlich ein Wendepunkt: Statt weiter zu kämpfen, entscheidet sie sich innerlich auszusteigen und die Stimme des Gegenübers nicht mehr an sich heranzulassen. Der Mond steht dabei als Symbol für Dunkelheit und das vollständige Aufgeben des eigenen Selbst. Am Ende bleibt das Gefühl, dass der Verlust erst bemerkt wird, als es bereits zu spät ist.

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