Tristan Brusch

Die dunkelromantische Trilogie ist abgeschlossen: Mit seinem neuen Album, „Am Anfang“, strebt Tristan Brusch in grandiosen Popmelodien nach Wirklichkeit – nach allem, was wehtut, sich entzieht oder eigentlich zu groß ist, um es auszuhalten. Er schreibt dazu süchtig machende, gefährliche Songs, die maximale Eingängigkeit spielerisch leicht mit inhaltlicher Tiefe verbinden. Es geht um Grundsätzliches: „Es gibt auf dieser Erde / Genau zwei Dinge zu lernen / Lieben und geliebt zu werden“, singt er. Wir wissen nicht, ob Tristan Brusch schonungslos ehrlich oder einfach nur grausam ist. Wenn man sein neues Album, „Am Anfang“, hört, könnte man bisweilen auf letzteren Gedanken kommen. Der Künstler selbst legt ihn nahe: Tristan Brusch geht in diesen zwölf neuen Liedern immer wieder unbarmherzig hart mit sich selbst ins Gericht, schont aber auch die anderen nicht. Durch diese Musik kann man völlige innere Freiheit erfahren, sie lässt einen über den Dingen schweben, eins mit allem werden, den Schmerz, die Reue, die Sehnsucht und sich selbst ertragen. „War’s ein Märchen ohne Ende / War es unvernünftig, lächerlich, zu groß“ fragt Tristan Brusch am Ende dieses wunderbar – nun eben doch – hoffnungsvollen Albums in dem letzten Lied, „Tristan und Elise“. Es ist ein Satz, der ohne Fragezeichen auskommt. Denn Tristan Brusch ist natürlich ganz und gar nicht grausam, sondern ein Suchender, es geht ihm um Wahrhaftigkeit. „Am Anfang“ ist zurück und nach vorn gedacht. Jedem Ende wohnt bekanntlich ein Anfang inne.

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