
Was passiert, wenn sich ein Rap-Newcomer plötzlich für Indie-Musik interessiert und anfängt, catchy Melodien zu singen, statt nur Bars zu spitten? Es entsteht ein schillernder, genre-hüpfender Alleskönner wie Rowli. Hört man sich heute seinen gitarrenlastigen Sound an, kann man kaum glauben, dass dieser Hitmaker seine ersten Erfahrungen auf Underground-Hip-Hop-Events rund um Köln gemacht hat. Die neue EP „Eigentlich schön“ erzählt vom Entstehen und Zerbrechen einer Beziehung, eine Blume, die innerhalb von sechs Songs zaghaft aufkeimt, blüht und verwelkt. Symbolisch dafür stehen die Songs „Erstes Mal“ und „Letztes Mal“, die die übrige EP wie eine Klammer einrahmen. Anfang und Ende, von Flaschendrehen, unsicherem Rummachen und Schmetterlingen im Bauch. Rowli sagt über den Entstehungsprozess der EP: „Ich glaube, ich habe mich in den letzten Monaten krass weiterentwickelt, als Artist, aber auch als Mensch. Das heißt noch lange nicht, dass jetzt alles perfekt ist, aber ich habe gelernt, meine Makel und Fehler so hinzunehmen, wie sie sind. Dieses Gefühl und diese Lebensphase möchte ich mit dieser EP einfangen.“
