
Alex alias KORD (27) aus Niederkassel bei Köln träumte schon als Kind von einer Karriere als Musiker. Was ihm an schulischem Ehrgeiz fehlt, investiert er doppelt und dreifach in seine Leidenschaft für Musik. Sein Weg führt ihn mit 16 Jahren zunächst zum Rap. Ein Freund nimmt damals an den VBT-Battles teil und Alex singt seine Hooks. Es ist das erste Mal, dass er Texte auf ein Blatt Papier schreibt und aufnimmt. In den folgenden Jahren wechselt Alex immer öfter vom Sprechgesang zum Gesang. Als „AF“ lädt er regelmäßig TikToks hoch, veröffentlicht ab 2022 Songs in Eigenregie („Bleibst du?“, der erfolgreichste, hat allein bei Spotify fast 2,5 Millionen Streams). Und er lernt seine heutigen Produzenten Thomas Schöttl und charlie en vogue kennen. Gemeinsam entwickeln sie das, wofür KORD heute steht: Straighter, authentischer Rock, teils mit Sprechgesang, aber auch mit sehr deepen, melancholischen Balladen. Mal fühlt man sich an Rio Reiser und die Aufbruchsphase des deutschen Rock und Pop in den 80ern erinnert, dann wieder klingen zeitgenössische Einflüsse wie Sam Fender durch. Musikalisch beweist die EP, wie breit KORD sein Klangbild angelegt hat: vom treibenden Indie-Rock mit gleißenden Synths in “Zigarette & Benzinkanister” über das melancholisch flirrende “Das ist nicht New York”, das kraftvolle “Alles nochmal”und das kammermusikalisch reduzierte “Nur zu Besuch” bis hin zu den neuen Songs. Produziert wurde das Werk von KORDs Stammpartnern Thomas Schöttl und charlie en vogue. Vor einem halben Jahr feierte KORD mit „Zigarette & Benzinkanister“ sein Debüt – ein Song, der Türen aufgestoßen und Blicke auf sich gezogen hat. Innerhalb weniger Monate folgten mehrere Hunderttausend Streams, Auftritte in Formaten wie „Inas Nacht“ und dem „ZDF-Morgenmagazin“ – und die Erkenntnis, dass der 27-jährige Songwriter aus Niederkassel zu den spannendsten neuen Stimmen im deutschen Indie-Rock gehört. Tagsüber Flugzeugmechaniker im Schichtdienst, abends Musiker mit scharfem Blick auf das Leben zwischen Provinz und Aufbruch: KORD schreibt Songs, die am ganzen Körper spürbar sind. Texte, die Schwere mit Leichtigkeit verbinden, Nostalgie mit Zeitgeist, das Gefühl von Stillstand mit dem Drang nach Veränderung. Jetzt erscheint seine erste EP “Das ist nicht New York” – ein 6-Track-Statement, das die Vielfalt seines Sounds hörbar macht. Neben den vier bereits veröffentlichten Singles sind mit “Spiel des Lebens” und “Zugvögel” zwei neue Stücke enthalten, die das Spannungsfeld seiner Musik noch einmal klarziehen. In “Spiel des Lebens” sitzt die Orientierungslosigkeit morgens um sechs Uhr mit in der Bahn: gekündigt, übernächtigt, ratlos – und trotzdem mit dem Impuls, alles auf eine Karte zu setzen. Ein Song über Zweifel, Stillstand und den Mut zum Aufbruch. “Zugvögel” dagegen ist das kalte Gegenstück: ein Americana-getönter Abgesang auf eine Liebe, die im Ascheregen zerfällt. Hier klingt die Platte am gedrosseltsten und zugleich am schonungslosesten. Gemeinsam rahmen die Songs das Grundthema der EP: die Suche nach Halt in einer Welt, die sich oft nach Stillstand anfühlt, während innen alles nach Bewegung schreit. Mit dieser EP setzt KORD ein Ausrufezeichen, ohne dabei die große Geste nötig zu haben. „Ich bin schon so einer, der sagt: ‚Life to the fullest‘ und ‚Vollgas‘. Aber auf der anderen Seite bin ich auch ein sehr bedachter junger Mann, der mittlerweile weiß, was gut und was schlecht ist. Ich habe schon viel Scheiße gebaut, aber ich habe mich trotzdem immer weiterentwickelt, darum geht es.“
