Hund

Schuldgefühle, Ruhelosigkeit und das Unvermögen in den Schlaf zu finden. “Story of my life” würden viele jetzt wohl sagen. HUND war so lieb sich in seiner aktuellen Single „Insomnia“ dem ewigen Thema der Schlaflosigkeit und ihren Ursachen zu widmen. Herausgekommen ist eine düstere, kompromisslose Nahaufnahme innerer Konflikte, die man selbst nicht fähig ist zu lösen: „Knöcheltief im Dreck gesteckt, du reichst mir deine Hand und ich verdien sie nicht“ Mit „Insomnia“ meldet sich der in Wien lebende Musiker HUND zurück. Statt eines lauten, aufdringlichen “Here I am again” zeigt er sich verletzlich. ”Wach auf – drück alles runter” summt der Vocoder in die Stille – doch was genau wird hier runtergedrückt? Immer wieder schimmern Andeutungen aus der Ferne auf, doch letztlich bleibt vieles im Dunkeln. Schließlich kann Rast- und Schlaflosigkeit eine Unzahl an Auslösern haben. Angetrieben wird sie aber meist durch unsere Gedanken. Die Momente des Innehaltens, der Ruhe und der Reflexion sind in der Waagrechten plötzlich nicht mehr vorhanden. Das Schlafzimmer wird zum geistigen Gefängnis. Die Welt wird plötzlich viel komplizierter als noch vor einer Stunde. Wo ist der Optimismus plötzlich hin? Was hab ich verlernt?  “Kannst du mir die Welt nochmal erklären, ich hab nicht aufgepasst”. Musikalisch spiegelt sich die Bipolarität zwischen Ruhe und Unruhe perfekt wider. Im Moment des Innehaltens reduziert sich die Energie des Songs – der fragile  Vocoder-Gesang steht für sich. Sobald jedoch das Gefühl aufkommt, eine Situation gegenwärtig nicht ändern zu können, folgt Stillstand & Wut. Akustisch versinnbildlicht durch einen ordentlichen Wumms. “Insomnia” ist ein Song, der stark mit Dynamik spielt und sich vom Sound der Future Bass Heroen wie Rustie, Flume & Hudson Mohawke inspirieren hat lassen.

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