Apsilon

„GLANZ NULL“ eröffnet ein neues, introspektives Kapitel: persönlicher, tiefgründiger und zugleich gesamtgesellschaftlich wachsam wie das Debüt, begibt es sich auf die Suche nach dem verlorenen kindlichen Glanz und dem Ausloten gesellschaftlicher Bruchstellen, die tief unter der Oberfläche verborgen liegen. Vom ersten Song an signalisiert Apsilons zweites Album einen Aufbruch: hier beginnt, was andernorts endet. Neue Beats, neue Klangräume, neue Perspektiven – jede Zeile bohrt sich tiefer ins Innere, fördert verborgene Konflikte zutage und macht die gesellschaftlichen und politischen Brüche sichtbar, die unter der Oberfläche schlummern. „GLANZ NULL“ ist dabei noch introspektiver als das Debüt des Berliner Rappers: während „Haut wie Pelz“ vordergründig von äußeren Konflikten und gesellschaftlicher Zerrissenheit erzählte, erkundet dieses Album in insgesamt 14 Tracks vor allem die inneren Zustände: das schleichende Verblassen des kindlichen Vertrauens, die Sehnsucht nach dem verlorenen Glanz und die Versuche, ihn wiederzufinden – oft an den falschen Orten. 

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