
Mit „Träume aus Lava“ legen IL CIVETTO ihr bisher nachdenklichstes und zugleich hoffnungsvollstes Album vor und machen Mut, wieder groß zu träumen und die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Zwischen Indie, Fusion-Pop und elektronischen Einflüssen verbinden die Berliner gesellschaftliche Haltung mit Leichtigkeit und schaffen einen Soundtrack für Aufbruch, Veränderung und den Glauben daran, dass noch alles möglich ist. Wenn wir klein sind, träumen wir groß. Von aufregenden Abenteuern und fernen Ländern, von einer Zukunft aus unendlichen Möglichkeiten. Doch je älter wir werden, desto mehr verlernen wir, an unsere Träume zu glauben. Auf ihrem neuen Album machen IL CIVETTO nun Mut, wieder den eigenen Visionen zu folgen – und sie Wirklichkeit werden zu lassen! Eine kollektive Vision aus Freundschaft, Fernweh und der Freude am gemeinsamen Musikmachen, aus der auch IL CIVETTO entstand. Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat sich das Berliner Fusion-Pop-Quintett von spontanen Guerrilla-Gigs in wuseligen U-Bahnstationen über hart abgefeierte Konzerte in angesagten Techno-Clubs bis auf die Bühnen großer Hallen und wichtiger Festivals wie dem Deichbrand Festival, dem SWR3 New Pop Festival oder dem Montreux Jazz Festival gespielt. Nach „Il Civetto“ (2015), „Facing The Wall“ (2019), „Späti del Sol“ (2022) und dem 2024 erschienenen Top 14-Nachfolger „Liebe auf Eis“ legen IL CIVETTO nun mit „Träume aus Lava“ ihr bisher nachdenklichstes, gleichzeitig aber auch hoffnungsvollstes und kämpferischstes Album vor. Schon immer haben sich IL CIVETTO von ihren Träumen leiten lassen. Von dem Gefühl von Sehnsucht, Weite und Wanderlust. Und von der Begegnung mit Menschen und Orten. Für das Songwriting an ihrem neuen Album hat es Leon Keiditsch (Gesang), Lars Löfflier-Oppermann (Saxofon), Robert Kondorosi (Gitarre), Leon Bollinger (Schlagzeug) und Dany Ahmad (Bass) in den Süden Marokkos gezogen. Abstand von Berlin. Entschleunigung statt Reizüberflutung. Den Kopf freibekommen und den Blick zu schärfen für das, was momentan überall auf dem Planeten abgeht. In ihrem portablen Outdoor-Studio entsteht so zwischen zerklüfteten Berglandschaften und kilometerbreiten Sandstränden eine besondere Art von kreativer Energie. Und bei improvisierten Jam-Sessions bei Mondauf- und Sonnenuntergang auch der Albumtitel: „Träume aus Lava“. „Jeden Abend färbt sich der Himmel dort glühend rot. Auf dem nassen Sand wirkte das Licht der im Meer versinkenden Sonne wie Lava. Ein unbeschreibliches Bild, das man einfach nie mehr vergisst. Später ist uns aufgefallen, dass es in den neuen Texten sehr oft ums Träumen geht. Ewas, das von vielen als naiv belächelt wird, das man sich nicht mehr leisten kann, in einer Realität, die zu hart, zu laut und zu widersprüchlich geworden ist. Zukunft fühlt sich weniger nach Verheißung an als nach Ungewissheit – fast so, als müsse man sich vor ihr schützen, statt ihr entgegenzugehen. Und auch wir fragten uns, ob es nicht tatsächlich eine gefährliche Sache ist, sich in diesem Chaos noch den Luxus zu erlauben, zu träumen“, erklärt die Band. Ihre Antwort: Absolut nicht. Ganz im Gegenteil. Nie waren große Träume wichtiger wie heute. In einer außer Kontrolle geratenen Welt erzählen IL CIVETTO von Zweifel und Hoffnung, von Stillstand und Aufbruch, von Desillusionierung und von der Kraft der Veränderung. Von Träumen, die sich wie ein Lavastrom ihren Weg bahnen. Unaufhaltsam, heiß und leidenschaftlich. Mutmachende Zukunftsvisionen, die bisher nur unter der Oberfläche gebrodelt haben. Eine atmosphärische Spannung, ein Funke, der Wunsch nach Befreiung. Danach, Ketten zu sprengen und alles noch einmal anders zu machen. Wiederkehrende Träume, die sich nicht mehr unterdrücken lassen und die nun mit aller Wucht ausbrechen, um sich Gehör zu verschaffen. Ein utopisch-bunter Gegenentwurf zum tagtäglichen Eisengrau, den IL CIVETTO in den vergangenen Monaten schon mit hunderttausendfach gestreamten Vorabsingles wie „magst du“, „JEMAND“ oder „lazy tage“ vorgestellt haben. Verbunden mit einem völlig neu definierten Bandfeeling entstanden sämtliche Songs in Eigenregie in Marokko, Tirol und Berlin. Den letzten Feinschliff erhielt das Album im Tourbus, als ein Großteil der neuen Tracks im Rahmen der letzten „Unreleased“-Tournee live in ausgesuchten Clubs getestet wurde. Eine Direktheit, die man „Träume aus Lava“ in jedem Moment anhört. „Wir leben in einer politisch und gesellschaftlich dunklen Zeit. Und die meisten von uns fühlen, dass es so nicht weitergehen kann. Wir dürfen nicht wegschauen, sondern müssen Dinge ansprechen, aufstehen, Haltung zeigen und den Status quo verändern. Wir müssen neue Utopien finden, bevor hier endgültig das Licht ausgeht.“ IL CIVETTO erzählen von allen Facetten der menschlichen Existenz. Songs von Transformation und Trennungsschmerz, von Liebe und Einsamkeit, Trauer und Neubeginn, vom Vermissen und vom Sich-fallen-Lassen, von Melancholie und Empowerment, Unsicherheit und Risiko. Wobei „Träume aus Lava“ bewusst keine einfachen Antworten oder Auswege anbieten will. Stattdessen sucht das Album nach neuen Visionen und positiven Narrativen, schließt aber auch ein mögliches Scheitern nicht aus. Denn wer viel wagt, kann auch verlieren. Doch vielleicht ist genau das der entscheidende Punkt: Das Träumen wieder ernst zu nehmen. Als etwas zu begreifen, das aktiviert. Das etwas in Bewegung setzt. Das Realität verändert. So wie die Tracks „zucker im tee“ oder „WUT“, auf denen sich die Berliner mit der Brutalität der aktuellen politischen und gesellschaflichen Lage auseinandersetzen. Und mit der digitalen Bilderflut, die Gewalt, Hass und Leid vierundzwanzig Stunden am Tag auf die Bildschirme spült. Uns langsam aushöhlt und abstumpfen lässt. Auf ihrem neuen Album fordern IL CIVETTO Zivilcourage und den Mut, sich denen entgegenzustellen, die von einer gleichgeschalteten, autoritären Welt und einem neuen 1000-jährigen Reich träumen. „Wir stellen Fragen, die von der Politik ignoriert werden. Noch leben wir in einer offenen Gesellschaft, in der es genug Menschen gibt, die zusammenhalten in ihrem Streben nach Veränderung. Denn nur aus der Gemeinsamkeit kann etwas Starkes entstehen. Und wenn man nicht mehr an die eigenen Träume glaubt, passiert auch nichts. Wir können selbst keine Antworten anbieten, aber zumindest dazu anregen, über gewisse Dinge nicht nur nachzudenken, sondern nachzufühlen“, so IL CIVETTO angesichts von Kriegen, Erderwärmung, Rassismus, Homophobie, Misogynie sowie einem globalen Klima zwischen Zukunftsangst und gegenseitiger Entfremdung. Herausforderungen, denen das Quintett auf „Träume aus Lava“ mit einer tiefgründigen Leichtigkeit begegnet. Im Kleinen wie im Großen. Angefangen beim unbeschwerten Opener „magst du“, über den funky Titeltrack, den leichtfüßigen Feelgood-Ohwurm „ohne dich“ und das nachdenkliche „Spring hoch“, bis zum zuversichtlichen „Der letzte Song“ und den aufbauenden Closing-Song „du bist schön (memo)“, der die positive Message des Albums noch einmal zusammenfasst. Auf „Träume aus Lava“ schlagen IL CIVETTO eine Brücke zwischen den beiden gegensätzlichsten Polen unserer Gegenwart: Individueller Verwirklichung und gesellschaftlicher Verantwortung. „Wir sind nicht allein, sondern teilen die gleichen Träume. Zwischen den Zeilen schwingt auch eine Art von kindlicher Nostalgie mit. Verbunden mit dem Sich-zurücksehnen nach einer Geborgenheit. Als Kind wünscht man sich eine schöne Zukunft und ist für alles offen. Als Erwachsene müssen wir erst wieder lernen, uns von gewissen Zwängen zu befreien und unsere Fantasie wiederzubeleben. Uns war schon immer wichtig, für gewisse Werte einzustehen – Werte, für die es heute stärker denn je zu kämpfen und die es zu bewahren gilt. Auch, wenn viele Menschen aufgehört haben zu träumen: Alles kann passieren, nichts ist in Stein gemeißelt. Alles kann zum Positiven verändert werden. Wir können und müssen Geschichten erzählen, die uns gefallen und die wir erzählen wollen. Sonst werden sie von anderen erzählt.“
