Danger Dan

Gegen die Resignation, für Widerstand, Liebe, Hoffnung: Danger Dan hat ein zweites Klavieralbum gemacht. Es heißt „Keine Angst“ und ist vielmehr als nur ein Silberstreif am Horizont in finsteren Zeiten, ein furioses Manifest des kämpferischen Humanismus, ein radikal aufrichtiges, schonungsloses Dokument der Wahrhaftigkeit. Es ist ein Album, nach dem man nicht einfach so weitermachen kann wie bisher. Er hätte jetzt natürlich ein sogenanntes großes Album produzieren können, mit Chören und Fanfaren, mit einer gewaltigen Produktion und jeder Menge Gästen. Es wäre irgendwie logisch gewesen, nachvollziehbar, die Leute hätten es verstanden. Die musikalisch allergrößte Qualität des wunderbaren neuen Danger-Dan-Albums „Keine Angst“ besteht allerdings exakt in der Tatsache, dass er genau das nicht getan hat. „Die Versuchung war da“, sagt Danger Dan, „ich habe auch heimlich irgendwo eine Gitarre hineingeschmuggelt. Dann aber die Frage: Warum? Ich fand es viel schöner, mir dieses Dogma aufzuerlegen: Ich mache erneut ein reines Klavieralbum.“ Danger Dan hat der Versuchung des großen Boheis also erfolgreich widerstanden und insofern alles richtig gemacht. Seine ganz spezielle Art von romantischem Agitprop-Chanson formuliert sich auf „Keine Angst“ in Vollendung aus. Es treten auf und wirken: das Klavier, die Stimme, diese einmaligen Texte.

www.instagram.com/danger_dan_666

www.facebook.com/dangerdan666