Ulrich Ida Zeppelin

Man überwindet schon mal seine Ängste, um jemanden zu beeindrucken, in den man verliebt ist. Manchmal hat man das Glück, dass man sich freut, sich überwunden zu haben. Und in seltenen Fällen sitzt man mit etwas Angst im Kopf, aber viel Verliebtheit im Bauch auf einem Motorrad und spürt einen warmen Rücken vor sich, während man sich gemeinsam in die Kurve legt und sich dem Geschwindigkeitsrausch einfach nicht mehr entziehen kann. Ulrich Ida Zeppelin fängt die Geschwindigkeit mit einem 170 BPM Track ein, der es irgendwie schafft pumpende Kickdrum und Eurodance-Elemente mit einer Akustikgitarre als Harmonieinstrument zu vereinen. Das Sich-in-die-Kurve-legen wird zu einem Tanz über den Asphalt und man hört die Kawasaki fast schon an einem vorbeischießen über die Serpentinen in Richtung Süden, den Sommerwind im Haar. Ulrich Ida Zeppelin ist das neue Projekt des Salzburger Songwriters und Musikers Benedikt Uitz. Hinter dem Namen versteckt sich im Akronym nicht nur sein Familienname, sondern gleichzeitig auch sein Spitzname „Uiz“. Schon an den Studioproduktionen zu seinem Debütalbum „Vom Verpassen“ merkt man, dass Ulrich Ida Zeppelin kein Solo Singer-Songwriter ist, sondern seine Deutsch-Pop-Songs immer im Bandkontext sieht. Diese Vision wird umso klarer, wenn der Multiinstrumentalist gemeinsam mit Gitarrist Dominik Wendl und Drummer Niklas Mayr (Please Madame) erdigen Bandsound anstimmt und die Songs mit Live-Arrangements noch einmal auf eine neue Stufe hebt. Von energiegeladenen 180 BPM Hooks, die hängen bleiben, bis zu gefühlvollen Klavier-Balladen, merkt man, dass sich diese drei Musiker auf der Bühne zu Hause sehen und dass es nichts Schöneres gibt als mit seiner Band schweißgebadet den finalen Akkord zu schlagen.

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