Desolat

„Kirschblüten“ erzählt von dem Moment, in dem man aufhört, gegen sich selbst zu kämpfen. Geschrieben wurde der Song während eines mehrmonatigen Japanaufenthalts einer geliebten Person – zur Zeit der Kirschblüte. Die Distanz wird dabei zum Ausgangspunkt einer Botschaft, die Mut machen soll: Vergangenes loszulassen, den eigenen Weg anzunehmen und zu erkennen, dass die Kraft für einen Neuanfang oft schon längst in einem selbst liegt. Die Kirschblüte steht im Song als Symbol für Veränderung, Selbstfindung und einen neuen Lebensabschnitt. Aus der anfänglichen Schwere wächst Zuversicht, aus Selbstzweifeln entsteht Selbstvertrauen. Zeilen wie „Alles, was sie sucht, war immer da“ greifen den Gedanken auf, dass sich mit einem Perspektivwechsel plötzlich Möglichkeiten eröffnen, wo zuvor nur verschlossene Türen zu sein schienen. Die Bridge – „Sie atmet ein und blüht auf“ – markiert schließlich den Moment der Verwandlung: das bewusste Ankommen bei sich selbst und den Beginn eines neuen Kapitels. Musikalisch verbindet „Kirschblüten“ schimmernde Shoegaze-Riffs im Stil von DIIV mit dem melancholischen Alternative-Rock der 90er, inspiriert von den Smashing Pumpkins, und der unmittelbaren Energie deutschsprachigen Punkrocks. Dezente Tubular Bells im Hintergrund setzen einen subtilen Verweis auf den ikonischen 90s-Sound und verleihen dem Song eine schwebende, fast nostalgische Atmosphäre. So trifft Aufbruch auf Melancholie – und aus beidem entsteht ein Song über Hoffnung, Wachstum und den Mut, sich vom Wind in eine neue Richtung tragen zu lassen. Für das dazugehörige Musikvideo arbeiteten DESOLAT im Rahmen des Förderprojekts „Band of the Week“ mit der in Wuppertal ansässigen „Siegersbusch Filmakademie“ zusammen. Konzept und Regie übernahm Alexander „Kolya“ Michalek in Zusammenarbeit mit jungen Studierenden im Bereich Film- und Fernsehregie. „Kirschblüten“ ist die zweite Single von Desolats zweitem Album „Obsolet“, das am 16.10.2026 via Dackelton Records/Broken Silence erscheint. Der Track markiert eine klare Entwicklung nach ihrem 2024er Debüt Album „ückendorfication“: Desolat klingen druckvoller, düsterer und dringlicher – und damit näher am Puls der Zeit. Produziert wurde das Album von fazo666fazo (Baits, Heckspoiler, Lovehead) in Zusammenarbeit mit Hesham „Sham“ Abd El Salam in Wien.

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