Girlwoman

Vor ungefähr 6 Jahren entdeckten wir das damals noch sehr junge Bielefelder Popduo GIRLWOMAN, das mit seiner Mischung aus EDM und Indiepop rasch sehr viel Aufmerksamkeit auf sich zog und kurz vor dem Durchbruch stand. Songs wie “Rote Rosen schlafen nicht“ waren club- wie radiokompatibel, dark und voller surrealer Verschiebungen, bevölkert von Geistern, Monster und Durstlöscher! Pünktlich zur Album-VÖ von Das große Ganze ereignete sich dann die Pandemie – und direkt darauf der Ukraine-Krieg, der vor allem für Sängerin Axana Exner eine besondere Zumutung war, da sie russische Wurzeln und Angehörige in der Ukraine hat. Nun sind Girlwoman jedenfalls nach den – mehr oder weniger – durchstandenen Multikrisen wieder zurück. Schon die erste Single „Tunnelblick“ war ein überraschend düsteres Rave-Rock-Stück, das sowohl Erinnerungen an The Prodigy als auch an den Noise-Rock von Sonic Youth oder hierzulande Die Nerven weckte. Mit der neuen Single „Trümmer“ wird es noch darker und schleppender: Man wohnt dem  Untergang einer Welt bei, die man um jeden Preis zu bewahren versucht hat, obwohl sie schon längst dem Untergang geweiht war. Man kann, man will sich nicht abwenden – noch nicht – zu anziehend die Katastrophe, faszinierend und abstoßend zu gleich.

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