fluppe

„Das alles ist so leicht. Das alles ist Freiheit. Das ist alles vorbei.“ Die neue Single von fluppe ist der Versuch sich zurückzuerinnern. An unbeschwerte Sommernächte. An das Sich-Treiben-Lassen – auf dem Wasser und durch die Tage. An eine Zeit, in der die Apokalypse weit weg schien. Als man sich weniger über die ganz großen Zusammenhänge Gedanken machte, und mehr über Dinge wie einen ersten Kuss. Erinnert ihr euch auch noch? „Seerosenräuber“ ist die erste Single aus dem neuen Album, das im Januar erscheinen wird. Auf BOUTIQUE spielen die vier Musiker aus Hamburg einen poetisch versponnenen Indie-Rock. Noch zuckersüßer, noch ansteckender sind die Melodien als auf ihrem 2021 erschienenen Debütalbum BLÜTE. Und noch leichtfüßiger die narrativen Haken, mit denen fluppe versuchen dem schroffen Alltagstrott ein Schnippchen zu schlagen. Zwar kommen sie aus Hamburg und spielen wohldurchdachte Gitarrenmusik, sind aber dennoch weniger der Hamburger Schule als dem spätkapitalistischen Post-Punk-Revival Marke Do Nothing, Idles oder Protomartyr verschrieben. Also Post-Post-Punk? Irgendwie schon. fluppe setzen ganz bewusst auf etwas ruhigere Töne, etablieren aber genau damit eine originelle Stilsignatur, die den Status Quo aufs Korn nimmt und sich dazu allerlei Eklektizismen bedient. Ja, etwas Indie-Rock ist hier auch im Mix, sozialkritische Lyrik und der eine oder andere soft spot für retrofuturistische Ästhetik. Was das Quartett inspiriert, wird sogleich in Nuancen integriert und mit Sorgfalt fortentwickelt – alles kann, nichts muss. Das Debütalbum „blüte“ ließ letztes Jahr schon sowohl die deutsche Musikpresse als auch Kenner der hiesigen Indie-Szene Purzelbäume schlagen. Mit bekanntem wie neuem Material zünden Fluppe 2022 beim Reeperbahn Festival die lange Lunte der Ironie der Geschichte, um sich selbst darin zu verewigen. Kultband incoming.

 

 

 

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