Wahnschaffe

 

Wahnschaffe denkt groß. Die Kölner Musikerin hat zum Angriff gegen den konventionellen Deutschpop geblasen. Sie will keine Sängerin sein, die bloß hübsch lächelt und das Musizieren ihren männlichen Kollegen überlässt. Sie ist Vollblut-Songwriterin, die mühelos ihre Band und auch mal einen kompletten Chor dirigiert. Mit ihrem souligen Pop reiht sie sich ein in die Riege großartiger Künstlerinnen, die gerade dabei sind, die immer noch weitestgehend männlich geprägte Popmusikszene zu revolutionieren. Und dieses Unterfangen scheint Momentum zu haben. Es ist kein Kampf gegen phallische Windmühlen mehr, Sophia trifft den Puls der Zeit: Wer ihre Songs hört, denkt zu Recht an Wallis Bird, an Mine, an Sophie Hunger, ja, sogar an die übergroße Billy Eilish. Filigrane Gitarrenarbeit und charakterstarker Gesang werden mit ausgefeilten Synthie-Arrangements und jener interessanten Mischung aus Beats und organischer Percussion komplementiert, die gerade den Horizont zeitgenössischen Pops erweitert. Wahnschaffes Texte sind persönlich und ehrlich ohne befindlich, charakterstark und beherzt ohne großspurig zu sein. Schluss mit dem x-ten Abziehbild weiblichen Wohlfühlpops! Her mit komplexen durchdachten Klangarchitekturen, die den Zuhörerinnen und Zuhörern wieder etwas zutrauen und abverlangen möchten! Ihre neue EP „Courage“ ist deshalb auch als programmatisch für ihr kreatives Schaffen zu verstehen. Es geht um Mut zur Lücke, um Empowerment und um Selbstbehauptung gegen gesellschaftliche Zuschreibungen. „Courage“ hat Wahnschaffe mit ihrer neuen EP und auf unzähligen Konzerten in ganz Deutschland bewiesen, jetzt darf man gespannt sein, wie es weitergeht. Hier präsentiert sich eine Künstlerin auf internationalem Popniveau. Musikalisch versiert, selbstbewusst im Denken, präzise in der Ausführung.

 

 

 

 

 

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