Tristan Brusch

Mit "Der Abschaum" schenkt uns Tristan Brusch das zweite Stück Gold für die Ohren von seinem kommenden Album "Am Rest". Gab es je einen empathischere Ode an den Abschaum als dieses Stück? Schwer vorstellbar. Eine Art Swing mit Orchester-Anmutung öffnet hier den sonst so Geschmähten, den Verachteten, nicht weniger als einen Ballsaal. 50er-Jahre Feeling, Dreiviertel-Takt, musikalisch könnte dieser Song des Wahlberliners ein Engtanz sein in einer dieser Schmonzetten, die einst rund um Elvis Presley gedreht wurden. In diesen Sound singt Brusch von den Stadttauben, die sowas wie die Patronen seines kommenden Albums geworden sind. Sie saßen dort auf dem Fenstersims des Tonstudios in der Forsterstraße und schißen diesen gnadenlos voll. Und doch gewannen sie Bruschs Herz. "Der Abschaum" ist eine Liebeserklärung an die Lästigen, mit denen man ja vielleicht doch mehr gemein zu haben scheint als mit den ganzen intakten Gruppen um einen herum. Das hier ist der Soundtrack zur Dissoziation, die Musik der Kluft - und nur Tristan Brusch schafft es, sie nach Samt und Seide klingen zu lassen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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