Trille

Nach „Blink 182“, „Garten Eden“ und „Pro“ veröffentlicht Trille gleich die nächste Single aus seinem Debütalbum „Kapuze“, das am 10. Juni 2022 erscheinen wird. „Keine Lust“ kommt zwar auf den ersten Blick mit dem lasziven Look & Feel einer auf Satinlaken gebetteten R&B-Schmonzette der schlüpfrigen Sorte, ist aber doch das genaue Gegenteil – nämlich ein längst überfälliger Slow Jam über Unlust und akuten Libidoschwund. „Sorry, irgendwie bin ich heut‘ einfach nicht so horny / don’t worry, du bist immer noch Beyoncé / du wirst sehen, morgen bin ich wieder da“, crooned Trille mit Kopfstimme zu smoothen Synths und Gitarrenklängen. Denn auch, wenn ihm gerade ein wunderschöner Mensch gegenübersteht, dem er an anderen Tagen nicht widerstehen kann, muss heute gar nicht so viel passieren. Da helfen auch die sanften Songs von Barry White, verführerische Duftkerzen und das Knabbern am Ohrläppchen nicht. Heute reicht ein Schaumbad. Oder ein Buch. Vielleicht Netflix & Chill. Vielleicht Kopfkraulen & Kuscheln. Oder einfach früher Schlafengehen. Denn bloß, weil es ausnahmsweise mal nicht straight ins Schlafzimmer geht, ist immer noch alles in bester Ordnung. Das charmante „Keine Lust“ ist eine gelungene Gegenthese zum hyperpotenten HipHop-Machismo und den immer gleichen lazy Lovesongs. Ein softer und genau deshalb doch starker Song, der alle Unsicherheiten bei Seite schiebt und einfach sagt, was Sache ist.

 

 

 

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