Soeckers

Eine Vielzahl gespielter Konzerte in ganz Deutschland, darunter ein mitreißender Gig beim Haldern Pop Festival und eine ganze Reihe im Vorprogramm von Madsen, Wanda, Granada und AnnenMayKantereit - so sieht das Tourtagebuch der Münsteraner Indie-Band Soeckers aus. Dann erfolgte die langersehnte Veröffentlichung des Debütalbums „Kopfkarussell“ (VÖ 25.09.20). Aber plötzlich steht die Zeit still. Tourtermine, von langer Hand geplant, mussten verschoben oder abgesagt werden und alle Pläne wurden durchkreuzt. Statt tatenlos abzuwarten, entschließt sich die Band mit Produzent Paul Gallister (u.a. Wanda, Nino aus Wien), die stehengebliebene Zeit einzufangen und prompt das zweite Album aufzunehmen. „Wessumer Platz“ ist ein Liebeslied an den heimatlichen Sportplatz. Soeckers besingen die nostalgischen Erinnerungen, die an diesen einen besonderen Ort gebunden sind. Erinnerungen an Momente, die mit einem Atemzug rar geworden sind. Es geht um den Umbruch zum Erwachsenwerden, bei dem sich Wege plötzlich trennen, Umzüge große Distanzen reißen und Freundschaften schleichend verwässern. Was bleibt, ist dieser Ort mitsamt allen Erinnerungen daran, die sich so sehr nach „gestern“ anfühlen. Es bleibt der Wessumer Platz und der Kurzfilm mit all den wichtigen Statisten und Nebensächlichkeiten, der unweigerlich im Kopf abläuft, wenn man heute daran vorbeifährt. Jeder, der auf dem Bolzplatz das Fußballspielen lieben (oder hassen) gelernt hat, wird sich in dieser traurig-schönen Ballade wiederfinden. Es geht aber eben nicht nur um die Liebe zum Amateur-Fußball. Es geht um viel mehr als das: Der Wessumer Platz steht für diesen einen Ort, an dem man früher mit den Freunden die Zeit totgeschlagen hat. Der Ort, an dem die Zeit still steht, während sich drumherum alles verändert. Er steht für das Drehkreuz zur Vergangenheit, in der man die Telefonnummern der besten Freundinnen und Freunde auswendig kannte. Als man das Taschengeld für eine Pizza zusammengeworfen hat und sich nicht die Frage gestellt hat, ob man Zeit hat, sondern wann. Wir trinken ein weiteres Mal den „dritten letzten Schluck“, während wir Arm in Arm zur Musik schaukeln, eine Träne verdrücken und unseren geliebten Orte ganz sicher nicht loslassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

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