Shirley Holmes

Shirley Holmes - Ein Song wie ein Drink. An der Bar: Der Mensch, irgendwo zwischen Schöpfungsgeschichte, iPhone und Untergang. Er hat komischerweise alles Mögliche - oder alles Komische möglicherweise? - überlebt. Und ist nicht froh, aber wohl ein kleines bisschen amüsiert, so scheint es. Gesangliche Anklänge an DAF und andere Perlen der 80er paaren sich mit den Grungeriffs der 90er, dem lakonischen Sarkasmus der 00er und dem unverschämten Grinsen von Heute. Gestatten: „Auszeit“, die neueste Auskopplung und gleichzeitig heimlicher Titelsong des aktuellen Shirley Holmes-Albums „Die Krone der Erschöpfung“ (Rookie Records/Indigo/The Orchard). Im dazugehörigen Video hat Janek van Lessen das dem Song innewohnende Lebensgefühl mit seinen animierten Zeichnungen perfekt eingefangen: die Melancholie des Absurden, das Pendeln zwischen Rast- und Ratlosigkeit, zwischen Irritation und Lachenausvollemhals. Mit rohem Strich hingeworfene Figuren, die durch ein mal düsteres, mal bunt flackerndes, mal sich träge drehendes Universum staksen wie durch einen Brei aus Zeit. Und gelegentlich mechanisch ihre Instrumente mehr bedienen als spielen. In einer Welt, die einerseits unruhig ist, andererseits aber gekonnt auf das absolut Wesentliche reduziert. Das Lied: Dada und Gaga zugleich. Und endlich ein Shirley Holmes Werk mit Blockflöten! Aufgenommen wurde der Dreieinhalbminüter mit Matt Korr im Studio Red Roof Loftsound. Apropos "Auszeit": Spätestens seit diesem Jahr wissen wir: "Pass auf, was du dir wünschst, du könntest es bekommen."

 

 

 

 

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