Schank

Schank kommen aus Köln und verbreiten mit ihrem Powerfolk seit 2016 gute Stimmung in ganz Deutschland. Mit ihrer neuen Single hat sich die Band in die zu entgleisen drohende Debatte um das Thema „Heimat“ eingeschaltet. Von Köln ist man ja einen ansteckenden Lokalpartriotismus gewöhnt, aber ein positives, gesamtdeutsches Gefühl will sich einfach nicht einstellen. „Weil wir soviel rumkommen“, meint Mandolinist und Sänger Tim Talent, der gerne mal Kniebundhosen trägt, „sind wir so was wie Fachleute für Deutschland.“ Das Sommermärchen ist schon wieder über 10 Jahre her und das neu gegründete Heimatministerium hat bislang auch noch nichts auf die Reihe bekommen. In diese Lücke schlagen Schank mit ihrem aktuellen Song. Allerdings wollen sie ihn gar nicht so wahnsinnig hoch aufhängen. „Ein gewisser Stolz sollte drin sein“, meint Martell Beigang, Bassist und Sänger, „ok, man hat den Kölner Dom nicht mitgebaut, aber wenn man zum Beispiel aus Wuppertal Elberfeld stammt, wird man durch die dortigen, eben sehr deutschen Verhältnisse, geprägt. Als Jugendlicher findet man das schrecklich öde. Aber mit etwas Abstand bleibt ein romantisches Gefühl. Das Gefühl irgendwo herzukommen.“ Wenn man die Musiker fragt, um was es da konkret gehen könnte, schießt Tim spontan eine Bestenliste raus: „Urige Gasthöfe mit regionalem Bier oder Wein, Berge, Mischwald, Fachwerkhäuser in malerischen Tälern, Volkslieder …“ Aber dann schiebt er nach: „Das alles kann man ja lieben, ohne anderes abzulehnen!“ Schank sehen sich als eine Band aus Weltbürgern, die in Deutschland verwurzelt sind. Die Frage bleibt: Gibt es überhaupt etwas, das alle, die hier aufgewachsen sind verbindet, etwas, das man gerne im Refrain mitgröhlen möchte? Die Antwort ist entwaffnent einfach: Wald, Brot und Bier. Herausgekommen ist ein herrlich hintersinniger und mitreißender Folksong, eine Hymne auf das, was uns ausmacht, ein Loblied auf die drei Dinge, auf die sich alle einigen können. Schank lassen das Land für sich selbst sprechen. Die Strophe collagieren sie aus Volksliedern und Lokalhymnen (Westerwald, Nordseeküste, Erlangen...), im Refrain findet alles zusammen und im C-Teil werden alle Zweifel zerstreut, ob man den Song auch falsch verstehen könnte. Dazu hat die Band ein sympathisch trashiges Video produziert. Prost!

 

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