Raumfisch

„Wenn du morgens nicht zur Arbeit gehen willst, denn wer arbeitet der ist Kapitalist“ Egal ist die zweite Single der Hamburger Band raumfisch, featuring die newcomerin Jolle. Wie schon der erste raumfisch-Song Hai oder Hering bewegt sich der Song in einem spannungsgeladenen Kosmos zwischen Stumpfsinnigkeit und lyrischer Komplexität. Wo der eine die rebellische Antikapitalismus-Hymne hört, fühlt sich die andere in der eigenen Bigotterie und der Resignation, doch eh nichts verändern zu können, ertappt. („Wenn man erst gar nicht anfängt kann man auch nicht versagen“). Wie kaum eine andere Künstlerin fängt raumfisch die Unsicherheit in einer sich immer schneller drehenden Welt und den daraus resultierenden Selbsthass der Millenial-Generation ein. „Ich denke, also bin ich traurig.“ Wo vor dem Chorus noch Choralgesang zum düsteren Synth-Arpeggio erklingt dann im Refrain zu einem stampfenden Beat und über dem absurd dicken Bass ein fröhlichen Abgesang auf die eigene Zukunft. Die Verbindung mit Jolle ist kongenial: „Wir hatten schon lange nach einem feature für den Song gesucht - und irgendwann ist uns dann aufgefallen, dass wir mit einer unserer Lieblingssängerinnen zusammen wohnen, die sowieso den ganzen Tag rauchend und Kola trinkend im Bett liegt und Texte schreibt - insofern mussten wir alle drei nicht aus dem Bett aufstehen um den Song aufzunehmen. Jolle hat ihre Strophe quasi als one-take aufgenommen und es war iwie sofort klar, dass das den Song komplettiert.“ Stört das beim Bügeln?

 

 

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