Querbeat

Mit „Früher wird alles besser“ schneiden die unberechenbaren Kreativtalente von Querbeat die erste Scheibe von ihrem frisch gebackenen Album ab. „Aus Brasspop wird jetzt Progressive Brass Future Punk“ sagt die Band augenzwinkernd selbst über ihre wuchtige Schöpfung. Kann man allen Ernstes ein Album mit dem psychedelischen Satz „Eva ist auf A.D.A.M!“ beginnen? Querbeat sagt wie immer: Ja! Die Evolution von Querbeat führte die 13 Bandmitglieder im letzten Sommer von Features mit Gentleman und den 257ers auf die Festivalbühnen der Republik und darüber hinaus. Von Grenzen waren die Musiker eh nie große Fans. „Go get it, get that dream!“ ist die sampleartige Songintro-Aufforderung von Querbeat in „Früher wird alles besser“, deren eigener Traum im Pre-Corona Sommer 2019 auf den Bühnen von Lollapalooza, Parookaville, Hurricane und vielen weiteren Festivals Form annahm. Wer keinen Tanz-Platz bei ihrer ausverkauften Tour bekommen hat, verhalf wahrscheinlich ihrem letzten Album „Randale & Hurra“ in die Top 10. Als die Kölner Band letztes Jahr ihrer rheinländischen Heimat eine eigene „World“-Tour liefern wollte, war ihr „größtes“ Problem, dass die 12.000 Tickets ausverkauft waren, bevor die Plakate geklebt werden konnten.  Gäbe es einen Soundtrack für den Tag, an dem Social Distancing ein für alle Mal verboten wird – Querbeats neue Single wäre wohl hoch im Kurs. „Früher wird alles besser“ – und zwar viel früher als du denkst, ist ihre radikal positive Botschaft, mit der sie auf ihre Arche voll treibender Grooves und tanzgarantierenden Bläserriffs einladen. Noah hätte sich wohl gefreut, wäre sein Boot zur Venue für Querbeat geworden. Und hätte Moses noch Platz gehabt auf seiner Tafel, er hätte „Du sollst zu diesem Beat nicht stillstehen!“ als 11. Gebot draufgeschrieben. Der Song ist die brassifizierte frohe Botschaft und eine Ansage an alle, die Angst haben vor dem Versuchen. An alle, die mit dem Aufhören endlich aufhören sollen. „Wer suchtet, der findet, das Leben ist Rausch.“ Würde Kevin Parker mit Seeed und Kraftklub frei nach Borat eine sexy time verbringen, käme das Ergebnis wahrscheinlich recht nah an das, was Querbeat da aus Posaunen und Gitarren, Trompeten und Synthesizern, Bass und Saxophonen, Drums, Tuba und einem Mellophon erschafft. Mit ihren zwei bisherigen Alben kommt Querbeat auf sage und schreie über 50 Millionen Spotify Streams. Wenn die Wahlkölner im September 2020 mit „Früher wird alles besser“ einen vollwertigen Vorgeschmack auf ihre im Frühjahr 21 erscheinende Platte liefern, dürften wohl ein paar Millionen dazu kommen. Heimatlabel ist übrigens das mit Universal Music gegründete Label Moshbeat Records. Amen!

 

 

 

 

 

 

 

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