Peter Pux

In den letzten Monaten wurde es still um die Band Peter Pux. Die Jungs um Frontmann Peter Pux haben die Zeit genutzt, um sich musikalisch weiterzuentwickeln und zu reifen. Nun melden sie sich mit der Single ANGST zurück. Lyrics und Sound sprechen eine eigene, ungewöhnliche Sprache und sind gleichzeitig ein Spiegel der jungen Generation. ANGST ist die erste von einer Reihe von Singles, die in den kommenden Monaten folgen werden. Peter Pux knüpft damit direkt an den Erfolg von HAMBURG an. In Zeiten von Selfies und Selbstinszenierung flattert das Ich unserer Generation wie ein nasses Hemd im kalten Aprilwind, aufgehängt an einer dünnen Wäscheleine: Wo ist mein Platz in der Gesellschaft? Wo ist der Ort, an dem ich überhaupt über das Altwerden nachdenken kann? Wo will, wo darf ich ich selbst sein? Wie viele Likes bekommt mein nächster Post? Eine diffuse und doch konkrete ANGST geht einher mit dem Hunger nach Liebe und Bestätigung und dem Wunsch nach Sicherheit und Beständigkeit. Unsere Zukunft scheint ungewiss. Nichts außer das Jetzt hat eine Daseinsberechtigung. Wir haben ANGST vor dem Einschlafen, „weil wir nicht wissen, was passiert, wenn wir aufwachen“. Doch jede durchzechte und durchfeierte Nacht hinterlässt Wunden auf dem eh schon zerschundenen Körper; der „Morgen danach, wenn das Herz laut rast“, wird nur eine weitere Narbe sein. Die Verantwortung für uns und unser Glück lastet schon seit Kindertagen schwer auf unseren Schultern. Wir tragen, wir ertragen sie, auch wenn wir unter all dem Druck fast zusammenzubrechen, uns selbst dabei verlieren und „mit offenen Augen an viel zu hohe Decken starren“. Dass wir uns dann lieber betäuben und uns im Rausch der Nacht unsere Träume bunt malen, um die Sorgen mit positiven Momentaufnahmen zu verdrängen, ist nur naheliegend – denn wir sind jung. ANGST schlägt ein neues und ernsteres Kapitel in der musikalischen Geschichte von Peter Pux auf und verkörpert eine bis dato unbekannte Facette der vierköpfigen Band. Mit dieser neuen Single präsentiert sich Peter Pux musikalisch von einer (post)modernen, beinahe (gesellschafts)kritischen Seite. Inhaltlich thematisiert der Song die Sorgen der heranwachsenden Generation und ihre Bewältigungsstrategien. Anstatt die Liebe und das Leben in ihrer Schönheit zu besingen, nennt Peter Pux die ANGST vor dem Morgen (danach) beim Namen und lässt sie in tiefschwellenden Bässen und klirrenden Synthesizer erklingen. Die Beklemmung, von der die bildgewaltigen Lyrics erzählen, spiegelt sich in einem dichten, fast schon bedrohlichen Klangteppich aus akustischen Instrumenten, elektronischen Beats und massiven Stimmpassagen wider. Der Text fordert die Hörerinnen und Hörer heraus, mehr als es der aktuelle Radio Pop derzeit tut. Zugleich ist der Titel eingängig, mitreißend und legt seinen Finger auf den Puls der Zeit.

 

 

 

 

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