Paul Kowol

Man kennt das ja: Sich treffen, kennenlernen, Schmetterlinge im Bauch, verlieben, die Welt ein einziges rosarotes Knallbonbon… und dann? Unterschiedlich. Manche, die Glücklichen unter uns, bleiben ein Leben lang „One but not the same“, wussten schon U 2. Andere wiederum verlassen, werden verlassen, Herzen brechen, hüben wie drüben, was auch immer… Die aktuellen Single von Paul Kowol, einmal mehr mit Starproduzent Kraans de Lutin (Tim Bendzko, LEA, Culcha Candela, Seed u.a.), ist eine sehr persönliche. Eine, die aber viele berühren wird, zumal diejenigen, die unsterblich verliebt waren und denen der Trennungsschmerz länger als gewünscht treu blieb… Hilft also nur eins, Selbstbetrug à la Trick 17: „Mit Augen zu bist du noch da und alles ist genauso wie’s mal war, ich weiß dass ich grad träume, doch egal, so lang ich nix seh’, seh’ ich nicht das du fehlst.“ Aha, klarer Fall von Realitätsverweigerung also, getreu dem Vogelstrauß-Motto „Kopf in Sand“. Dabei bleibt Paul Kowol immer der unverbesserlich charmante Träumer und Romantiker. Aber eben auch Schelm: „Mit Augen zu sind wir zwei, wieder in Paris… ich hör dich rappen zu Cro, seh’ dir zu wie du für mich tanzt, mit nix als Socken an.“ Und wer bitteschön möchte eine solch hübsche Erinnerung schon missen? Und gen Finale wird’s dann auch noch richtig versöhnlich: „Bei wem auch immer du liegst, ich hoff’ er hat dich verdient, ich schau ins Licht und seh’ alles und Nichts“. Wie auch immer, am Ende kann’s eh’ nur eines geben: Augen zu und durch… wird schon wieder.

 

 

 

 

 

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