Patrick Noe

„Das geht an alle Pessimisten, an die guten alten Zeiten. Wär' alles nur halb so gut, wär's doch immer noch geil. Ginge alles nur halb so hoch, ginge es doch immer noch steil.“ Mit „Halb So“ wollte ich ein Stück zeitgemäße Musik erschaffen, welches Unterhaltung und Mehrwert zugleich bietet, und im „Hier und Jetzt“ abholt. Mein Ziel war es eine motivierende „Hymne“ zu komponieren und zu schreiben, welche textlich sowie musikalisch zum Bewegen und Mitsingen einlädt und den Hörer in eine positive Stimmung versetzt. Gemeinsam mit Thilo Zirr ist uns dies mit „Halb So“ durchweg gelungen! Es entstand ein rockiger Popsong mit coolen 80er Sounds, dezenten E-Gitarren sowie einem hymnischen „Ohrwurm-Refrain“. Für mich ist „Halb So“ ein Ohrwurm, welcher die aktuellen Themen nicht vergisst aber trotzdem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und am Ende zwingt „Repeat“ zu drücken. Es lässt sich ohne große Mühen danebenbenehmen - klar! Aber lässt es sich auch gut daneben tanzen, seitlich der... oder vielleicht sogar auf den Scherben, in denen die Welt zunehmend liegt? Den wiederlosgebrochenen Ost-West-Konflikt kann der Einzelne nicht ändern, logisch. Muss Angst deswegen zwangsläufig den Zeitgeist definieren? Angst war noch nie ein guter Ratgeber, ganz gleich, ob's um gute Freunde oder vermeintlich Fremde ging und geht. Wir stehen an einem Scheideweg: Wollen wir den Stimmen des Hasses folgen, oder den Weg der Nächstenliebe und Selbstgnade beschreiten? Die Menschheit mehrheitlich nach einem Neuanfang, nach einer Erweckung aus dem vielen Gegeneinander. Patrick Noe hat sich viele Gedanken über den Zustand unserer Spezies und ihren Umgang mit sich selbst und der Umwelt gemacht. „Halb so“, seine neue Single, ist im besten Sinne ein Song zurzeit, inhaltlich zeitgemäß fokussiert, musikalisch mit großartig gesteckten Ecken und Kanten zeitlos. Pessimistischen Zeitgenossen zeigt er wortgewaltig, was eine Harke ist, denn in deren Gebaren macht er die eigentliche Angsttreiberei aus. Sie sitzen seiner Ansicht nach da, wo über das Verbundenheitsbedürfnis der Menschen, Länder und Kontinente hinweg, ganz bewusst Spaltung provoziert wird. Er singt ihnen bauchig-mutig entgegen: „Das geht an alle Pessimisten, an die guten alten Zeiten. Wär' alles nur halb so gut, wär's doch immer noch geil. Ginge alles nur halb so hoch ginge es doch immer noch steil.“ Beste Unterhaltung mit Mehrwert? Aber sicher doch, schließlich fand Patrick Noes musikalische und persönliche Sozialisation in den 80er- und 90er-Jahren statt. Damals wurden anspruchsvolle Popmusik und Gesellschaftskommentare ständig zusammen-gebracht, um Hoffnung zu stiften. Genau an diese Tugend knüpft Patrick Noe mit „Halb so“ voller Tatendrang und spürbarem Enthusiasmus an. Es wäre für den junggebliebenen Familienvater und geborenen Bühnenmenschen ohne nicht denkbar, Trübsinn zu blasen. Dafür trägt er für seine Kinder und seine Zuhörerinnen und Zuhörer zu viel Verantwortung. Sein Augenmerk richtet Patrick Noe in „Halb so“ auf Uptempo, Rock, 80's-Retro-Sounds und einen pop-affinen Refrain, der vor allem Körper und Geist in freudig-erregten Zustand versetzen will. Die Stakkato-Gitarre am Anfang gibt in feinster NDW-Understatement-Manier jenen schnellen Beat vor, in den sukzessive Synths, Drums und Bass einsteigen, während Noe, der Mann mit dem frischen, ungekünstelten Timbre, sein Stimmenvolumen parallel zur größer werdenden Musik anhebt. Die strebt dem großen, hymnischen Chorus entgegen, der den besagten Pessimisten garantiert den Wind aus den Segeln nehmen wird. Denn auf Angst folgt zwar leider allzu oft eine Art innere Lähmung, aber es gibt immer noch die Musik als Gegenmittel. Zum Tanzen, zum Stiften von Hoffnung und zum Wiederfinden des Wir hat Patrick NoeHalb so“ aufgenommen. Sieht ganz danach aus, als ob er damit voll so ins Schwarze getroffen hat.

 

 

 

 

 

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