Odeville

Mit ihrer dritten Vorab-Single des kommenden Albums führen Odeville ihre Zuhörer:innen langsam in die dunklen Tage des Jahres 2021 und vielleicht auch ein wenig aufs Glatteis. „Oktober“ beschäftigt sich mit dem vermeintlichen Druck der Gesellschaft, ein Bild von sich in den sozialen Netzwerken zu kreieren, das nach außen immer perfekt zu sein scheint.
Menschen lügen
Menschen frieren
Decken zu und inszenieren
Wollen Schnee sein
Einfach Schnee sein

In „Oktober“ steht der Schnee als das Sinnbild für Reinheit und Perfektion. Aber die große Frage bleibt dann noch immer: Was siehst du, wenn das Eis am Ende taut Was bleibt dir, wenn du nicht mehr an dich glaubst Die Lage für Künstler:innen und Bands hat sich insbesondere in der Corona-Pandemie verschärft. Der künstlerische Austausch konnte über die vergangenen 1½ Jahre fast nur online stattfinden. Viele Kunstschaffende fühl(t)en sich erschlagen vom Druck, dabei tagein tagaus Inhalte für soziale Medien zu produzieren, in dem sie der Öffentlichkeit weiterhin präsentiert haben „dass ja eigentlich trotzdem alles cool ist“. Der digitale Burnout ist vorprogrammiert.
Alles schön
Alles Schein
Alle Spuren sind verweht

Für das Songwriting besuchten die drei Hamburger diesmal die Hit-Schmiede von Peter Jordan, der auch unter anderem schon für „Alle Farben“, „Tim Benzko“ oder „Namika“ geschrieben und produziert hat. Aus den neu gesammelten Erfahrungen haben sie zusammen mit Arne Neurand ein warmes Gewand aus Synthesizern, Glockenspiel und Gitarre gebaut, das gleichzeitig nach den 80ern schreit und doch nach einer „Bosse“ Stadionshow klingt. Ist das überhaupt noch Rock? Nein! Ist es belangloser Radio-Pop? Natürlich nicht! Es ist der Beweis dafür, dass Odeville kontinuierlich und genreübergreifend ausgeklügelte „Singalongs“ schreiben können. Es ist der Beweis dafür, dass sich hinter den romantischen Texten von Sänger Hauke Horeis bei näherer Betrachtung immer gesellschaftskritische Themen verbergen. Es ist der Beweis, dass auch in 2021 Hamburg Rockcity genauso aufregend ist wie vor der Pandemie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links:

 

www.odeville.de

www.facebook.com/odevillemusic