Odeville

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“ Sepp Herberger hat diese Weisheit in den Fußball gebracht und sie gilt auch fü r die Musik. Die jungen Männer von Odeville nehmen sich daran ein Beispiel und schütteln nun wenige Monate nach ihrem aktuellen Album „Jenseits der Stille“ mit der neuen Single „Angel Haze“ das nächste tanzbare Ass aus dem Ärmel. „Springen wir auf Zehenspitzen durch die Massen • Rücksichtslos verliebt und tanzen Eins, zwei, drei, vier, fünf Schritte neben dem Beat • Was auch immer geschieht • Gegen die Norm Gegen den Beat“ Für alle, die sich schon länger mit der Hamburger Band beschäftigen wird es keine große Überraschung sein, dass sich der Song „Angel Haze“ die Freiheit nimmt, um sich wieder einmal vom kalkulierbaren deutschen Mainstream zu distanzieren. Diesmal wird die musikalische Heimat im Dark und Retrowave gefunden. Und weil Sänger Hauke Horeis die Hamburger Indie-Clubs schon seit Jahren als seine Wohnzimmer bezeichnet klingt diese Suche auch recht plausibel. Treibende Beats, eine eindringliche Gitarrenmelodie und ein drückender Bass bilden das Fundament für die bittersüßen Lyrics, die auf der einen Seite geschickt die großen Vorbilder von damals zitieren und auf der anderen Seite viel Raum für eine romantische Interpretation eines Mitternacht-Flirts geben. „Du bist meine Frau • Bitte glaub mir • Sowas sag ich nicht zu jeder • Das spür ich ganz genau Du bist nicht Teil, sondern die Lösung des Problems“ „Angel Haze“ ist somit eine Liebeserklärung an die Clubkultur, eine Hommage an die 80er, ein Kniefall vor den alteingesessenen Indie-Läden, ein wilder Ritt zwischen lauwarmen Wodka Lemon, verklebten Dr. Martens und zerfeierten Nächten. Dieser Song strahlt zugleich Begierde und Lebensfreude aus. Würde man nach einem passenden Adjektiv für ihn suchen, wäre es wohl „Düsterhübsch“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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