Miriam Spranger

Fast ein Jahr lang war es ruhig um "Miriam Spranger" die junge Chemnitzerin. Keine Konzerte, keine neuen Songs, es schien so, als hätte sie sich vom Schreiben eigener Musik verabschiedet. Doch sie hatte eine fixe Idee: An neuen Songs zu arbeiten, ohne dass davon jemand etwas mitbekommt und erst, wenn alles fertig ist, die Katze aus dem Sack zu lassen. Und so entstand ein Album, auf dem jeder Titel seinen ganz eigenen Charakter hat, denn ihr Grundsatz war, das komplette Album über diesen Zeitraum entstehen zu lassen und nicht, wie üblich, für ein paar Wochen mit fertigen Songs ins Studio zu gehen. Das Ergebnis: Ein „Striptease der Seele“, der einem Tagebuchcharakter nahekommt - für den Zuhörer und nicht zuletzt hin und wieder für sie selbst. Nicht glatt, nicht Mainstream, schon gar nicht stereotypisch oder das, was man erwartet, sondern einfach nur echt und authentisch, genauso wie man sie auch auf der Bühne erlebt. Nicht zuletzt, weil alles vom ersten bis zum letzten Ton aus eigener Hand stammt. Mit intelligenten Texten, mal laut, mal sprachlos, mal frech, mal nachdenklich und an den richtigen Stellen in Ironie verpackt. Geschichten, die das Leben schreibt und der Alltag erzählt; kleine, scheinbar unbedeutende Dinge genauso wie tief bewegende ohne dabei dem Selbstmitleid zu verfallen. Ob es darum geht nach einem freien Fall Bäume auszureißen oder mit der Last auf seinen Schultern einfach umzufallen, ob man mit seinen Glücksgefühlen gar nicht mehr weiß wohin oder sich am liebsten von der Außenwelt abschneiden möchte. Immer entdeckt man etwas, worin man sich wiederfindet, wenn auch nicht alles autobiografisch ist. Musikalisch angesiedelt irgendwo zwischen Pop, Straßenmusik, Folk und dem, was man hierzulande Singer/Songwriternennt, immer mit einem besonderem Augenmerk auf ihrer Muttersprache. Sie spielte schon als Support vor Jennifer Rostock, stand mit Dirk Zöllner auf der Bühne und ist selbst für Annett Louisan ein bekanntes Gesicht. Bisher nur regional unterwegs, ist sie erstmals deutschlandweit auf Tour und wie bisher liest es sich dabei zwischen den Zeilen immer noch am besten.

 

 

 

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