Mine

Mine - Die in Berlin lebende Sängerin, Produzentin, Songwriterin, Arrangeurin, Podcast-Gastgeberin und Quarantöne-Beauftragte Mine war schon immer eine der spannendsten und wandlungsfähigsten Künstlerinnen im deutschen Pop-Game. Da wundert es auch nicht, dass sie ihr neues Album „Hinüber“ (VÖ 30.04.) nicht einfach bloß mit einer Vorabsingle ankündigt. Nein, Mine lässt ihren geschätzten Fans und ihrem weit verzweigten Musiker*innen-Netzwerk den Vortritt und lädt alle musikbegeisterten Fans und Künstler*innen ein, ihren Song „Unfall“ quasi vor ihr zu veröffentlichen. Ab dem 8.12. gibt es dafür auf singMINEsong.de die Noten, den Text und die Möglichkeit, eine eigene Version hochzuladen. Mines „Unfall“ wird dann erst am 29. Januar regulär zu hören sein. Warum sie das macht? „Ich bin sehr happy eine Zuhörerschaft genießen zu dürfen, die ich als sehr musikalisch einschätze“, erklärt Mine. „Ich bekomme fast täglich sehr nette Anfragen, ob ich mal die Noten für einen Song oder gar die Playbacks schicken könnte. Das hat mich zu der Idee inspiriert.“ Was die Sache noch ein wenig interessanter macht: Mine serviert mit „Unfall“ so kurz vor Weihnachten keine besinnlich-leichte Kost, sondern Zeilen wie diese:

Was ist Freiheit? / Wer beengt mich?
Was ist Arbeit? / Wer beschenkt mich?
Wer hat stets genug für sich?
Wer starrt hungrig auf den Tisch? 

Und nein, „Hinüber“ ist dabei nicht das große Pandemie-Album. Sie hatte eh vorgehabt, eines aufzunehmen. Aber: „Dieses Jahr war natürlich wie gemacht dafür, ein wenig mehr nachzudenken, weil man viel Zeit mit sich selbst verbringen musste. ‚Unfall‘ fasst sehr gut zusammen, wie ich mich in diesem Jahr gefühlt habe. Und ich finde der Dezember ist genau die richtige Zeit, um Revue passieren zu lassen, was in diesem Jahr los war und wie privilegiert wir trotz allem leben können, während anderswo – zum Beispiel an den EU-Grenzen – die Situation verheerend ist. Sich diese Dinge bewusst zu machen ist für mich jetzt die wichtigere Message als ein Weihnachts- oder ein Liebeslied.“ Das Album „Hinüber“ wird nicht nur aus diesen sehr politischen und zugleich emphatischen Liedern bestehen, aber man kann zum Beispiel schon verraten, dass das Titelstück und „Unfall“ eine Art thematische Klammer des Albums bilden, auf dem dann auch noch Platz für Lambada oder die deutsche Antwort auf Blackpinks und Selena Gomez' „Ice Cream“ ist – eine Mischung, die eben nur bei Mine aufgehen kann. Für „Unfall“ wünscht sich Mine derweil viele verschieden Versionen: „Die Noten sind nur ein Anhaltspunkt“, sagt sie. Man solle verändern, was man wolle. „Tonart, Voicings, Rhythmik – Hauptsache man erkennt noch einigermaßen was auf dem Blatt steht.“ Sie kann sich „Unfall“ zum Beispiel auch als wütenden Punksong vorstellen und hätte von einer Freundin, der sie von der Aktion erzählte schon eine „EDM-trifft-Nena“-Version bekommen. Ihre einzige Sorge dabei: „Oh Mann, was ist wenn mir die Versionen viel besser gefallen?“ Ein Risiko, das sie aber zu gerne eingeht.

 

 

 

 

 

 

 

 

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