Malonda

Mit den ersten Tönen von „Mondin“ wird klar: Diese EP will mit allen zur Verfügung stehenden Sinnen absorbiert werden, will mit den Ohren getrunken werden. Elektrische Gänsehaut wabert durch die Speaker, während die Singer-Songwritern MALONDA in ihrem ersten, der EP den Namen gebenden Track ein zunächst düsteres und verstörendes Bild zeichnet. Eine Flucht? Ein Wettlauf mit der Zeit? Dann endlich folgt der erlösende, pulsierende Refrain, der ein Feuerwerk der weiblichen Kraft zündet und erkennen lässt, was es mit der „Mondin“ auf sich hat. Auch in „Blondes Gift“ tauchen wir tiefer in die feminine Leidenschaft ein: Stark und verführerisch, schwer und süß wie dunkelroter Sirup. Dabei lässt uns MALONDA auch ihre wunden Punkte spüren: „Du bist Gift für mich, du machst mich süchtig“. Der Ausgang des Liedes bleibt offen, und man fragt sich unmittelbar, ob dieses Mal wirklich das letzte war... während man insgeheim auf eine Fortsetzung dieses ambivalenten Verhältnisses hofft.  Ein Plädoyer für mehr Leidenschaft in Beziehungen ist der Track „Liebe machen“, der mit einem orientalisch anmutenden Beat nicht nur Lust auf die schönste der Sache der Welt, sondern auch aufs Tanzen macht - wobei diese Tätigkeiten ja nicht weit voneinander entfernt wohnen. Ein Feuer knistert durch die Lautsprecher, kurz darauf beginnt es zu brennen und Funken zu schlagen. Die „Feuerfrau“ wirkt im ersten Moment so aggressiv wie ihr Track. Sie ist nackt, sie ist laut. Sie versengt auch Mal versehentlich ihr Umfeld, und doch ist sie sich der wärmenden Strahlkraft ihrer emotionalen Flammen immer bewusst. Eine Hymne auf die Energie der Frau, auf’s Temperament und die wunderbare Wildheit. Mit „Geh ich zu weit“ folgt eine chansonesque Ballade, die in kühlendem Kontrast zum Vorgänger-Track mit Metaphern des Wassers und der Luft spielt. Eine Beziehung, in der MALONDA so viel geben will, und die dennoch von Unsicherheiten, Toxizität und tiefsitzenden Verletzungen geprägt zu sein scheint. Danach werden wir mit „Schokolade“ wieder auf den Dancefloor gelockt. Ganz die ELEKTRIK DIVA lässt uns MALONDA mit an die verruchten 20er Jahre Berlins erinnernden Klängen an einem köstlichen Crush teilhaben. Und danach? Wirft man ohne Zögern alle Diätpläne über den Haufen, um sich nur noch ein einziges Mal mit offenem Mund unter den Schokobrunnen zu stellen. Wirklich.

 

 

 

 

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