Go Go Gazelle

Wir trampeln durchs Getreide, wir trampeln durch die Saat, hurra, wir verblöden, für uns bezahlt der Staat". Das ließ der berühmte Comic-Zeichner Brösel einst seine Kunstfigur "Werner" sagen. Dieser leicht abstruse Reim inspirierte Go Go Gazelle zu ihrem Rumpel-Kracher "Getreide", wo sie diese Zeile geschickt interpretieren. Live hat sich diese Nummer des Augsburger Trios schon bestens bewährt und wird nun auch auf die breite Öffentlichkeit losgelassen. Der Song ist die dritte Auskopplung aus der EP "Aufstand am nördlichen Ende der Couch". Das dazugehörige Video feierte am 2. Oktober Premiere. 2015 verschwanden mit Benzin und Leerlauf zwei Bands vom Radar, die viele Jahre für Belebung in der deutschsprachigen Musikwelt gesorgt hatten. Ernüchterung? Wohl auch! Tristesse? Keineswegs! 2017 treffen sich einzelne Teile in der Sauna und zwischen Aufguss und alter Kamelle entstehen kleinste gemeinsame Nenner: Rockmusik müsste wieder einfacher werden und dabei Relevantes erzählen. Irgendwo zwischen Lagerfeuerromantik und Kirmesboxbude kommt Go Go Gazelle zur Welt! Nach ihrer 2017er Debüt-EP „Schleuder“ wurde ausgiebig getourt (unter anderem auf Festivals wie Open Flair, Obstwiesenfestival, Modular) und am Livesound geschraubt. Nun war das Trio um Sebastian, Andreas und Hutti wieder im Studio um neue Songs aufzunehmen. Das Ergebnis nennt sich „Aufstand am nördlichen Ende der Couch“ (der schlaue Leser erkennt nicht ganz ohne Zufall eine Verbeugung vor Herrn Bukowski) und zeigt eine Band, die in den vergangenen Jahren hörbar zusammengewachsen ist. Deshalb scheute man sich auch nicht, die Songs gemeinsam – oder nennen wir es treffender – live im Studio einzuspielen. Mit Tom Körbler und Dennis Kern (die beide seit Jahren ihren Teil zum Livesound der Beatsteaks beitragen), haben Go Go Gazelle die richtigen Mitstreiter gefunden, um den fünf neuen Songs die richtige Energie zu verpassen. Die textliche Bandbreite reicht vom Friedenslied rüber zur Eismaschine und bis hin zu billigem Bier. Sänger Sebastian trifft textlich den Nagel regelmäßig auf den Kopf, musikalisch kreuzen sich Liedermachermelodien mit ordentlich Wumms. Sogar der olle Kollege Punkrock wird dabei regelmäßig gestreift, man soll es sich ja dann doch nicht zu gemütlich machen auf der Couch. Go Go Gazelle haben schließlich noch Lust auf ein bisschen Aufstand.

 

 

 

 

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