Flut

FLUT - Die über das eigene Label Gezua Records veröffentlichte Single "Human" vervollständigt die Dreier-Reihe der diesjährigen Singles der Wiener. „Der Komfort hält mich warm, ich seh’ mich in Milch baden, ich spend’ alles den Armen“ singt Sänger Johannes Paulusberger da in wohliger Lagerfeuer-Atmosphäre, bis mit einem Schlag sämtliche organischen Klänge wieder eingesaugt werden und der Song gnadenlos maschinell weiter prescht. Im Video kreist eine Drohne über dem Kopf des Sängers, Videowalls zeigen verzerrte Umrisse menschlicher Gesichtszüge und menschenleere Landschaften. Zum Beginn der Weihnachtszeit beenden FLUT das Jahr mit einem Song über Humanität und der Abkehr von dieser. Mit "Zur Zeit" meldeten sich FLUT Ende August zurück. Eine Reizüberflutung, die spätestens nach dem dritten Mal Hören, einen in seinen Bann zieht und nur noch mit dem ganzen Körper mit zucken lassen will. Zwei Monate später folge mit "Sendet Affen" der nächste Streich. Eine Hymne gegen die Absurdität des Alltags und das Setzen falscher Prioritäten. Nachdem FLUT ihre Teenager-Jahre damit verbracht hatten, mit tragbaren VHS-Rekordern ihre audiovisuelle Obsession mit der bunt-dreckigen Ästhetik der 1980er Jahre auszuleben, zogen sie 2017 nach Wien und veröffentlichten ihre Debüt EP "Nachtschicht". Darauf widmeten sie sich allem was sie an Musik damals vermissten - Mut zum Unperfekten und trotzdem in großen Dimensionen gedacht. In diesem Spannungsfeld waren FLUT unterwegs. Auf dem 2018 erschienenen Debütalbum "GLOBAL" ging man einen Schritt weiter. Auf den Bühnen im deutschen Sprachraum und dem Asphalt dazwischen hatten FLUT ihren Sound weiter entwickelt. Das Klima, die Stadt am Draht, der Permafrost und die Menschen dazwischen - alles hängt zusammen. Kraftklub nahm die Band mit auf Tour. Es folgten eigene Konzerte und Shows auf Festivals wie dem Frequency, Kosmonaut, oder Reeperbahnfestival. Dann wurde es eine Weile ruhiger um die Band.

 

 

 

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