Die Sterne

Die Sterne kündigen heute mit der ersten Single "Alles was ich will" das neue Album "Hallo Euphoria" (16. September) an und da fragt man sich natürlich gleich, ob die noch alle Tassen im Schrank haben. Denn Euphorie ist von allen Gefühlen, die man derzeit so haben kann, das unwahrscheinlichste. Dann hört man die zehn neuen Lieder, und spätestens vierzig Minuten später, wenn die Streicher vom letzten Stück – dem traurigsten Sterne-Song aller Zeiten – verklungen sind, spürt man sie, die Euphorie.Aber nicht als hysterisches Hurra oder zynisches Nach-uns-die-Sintflut, sondern als zarte Erhebung in der Herzgegend bei leichtem Hirnflimmern und irritierend guter Laune. Und wo kommt nun auf einmal dieses Album her – das 13. Die-Sterne-Album, nach 32 Jahren? Da wird doch eigentlich nur noch verwaltet und im besten Fall in Würde gealtert. Na ja, Die Sterne haben sich halt neu erfunden. Das heißt, Frank Spilker hat sie neu aufgestellt, sich von seinen alten Mitstreitern 2018 gelöst, für das letzte Album – ‚Die Sterne’ – neue rangeholt, so rumprobiert, und dabei ist diese Band entstanden, bestehend aus Jan Philipp Janzen und Phillip Tielsch (beide Von Spar und Urlaub in Polen), Dyan Valdés (Mexican Radio, The Blood Arm) und dem Arrangeur und Gitarristen Max Knoth. Spilker sagt, sie hätten nur ein paar Skizzen gehabt und keinen Masterplan, als sie ins Studio gingen. Und da gab’s einen extrem guten Flow, da war viel Teamwork, alle konnten sich einbringen, eine Band ohne Eitelkeiten, alles ganz entspannt. Das mit dem Schreiben ist er auch lockerer angegangen, hat die Perfektion vermieden, fand sich bei den Orchesteraufnahmen wieder und dachte, na, den Text hättest du aber auch noch mal durchfegen können. Hat er aber nicht. Und vielleicht war es das und die befreit spielende Band, diese Lockerheit, dieses weniger Wollen, was letztlich zu der Euphorie geführt hat, die man empfindet, wenn man dieses Album hört. Es ist halt sehr erhebend, wenn man Menschen beim Musizieren beiwohnt, die einem keinen Scheiß erzählen und einfach versuchen, was Belebendes zu machen, mit dem, was da ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

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