Casper

Wer sich von Beginn an ausführlich mit dem Werdegang von Casper beschäftigt hat, wird sich nicht darüber wundern, dass einer der offensten und vielseitigsten deutschen Musiker als Produzent, A&R oder Kurator beinahe ebenso talentiert ist wie als Performer und Rapper. Der kuratorische Ansatz, mit dem Casper auf seinem neuen und fünften Album »Alles war schön und nichts tat weh« immer im Dienst des bestmöglichen Songs andere Ideen und Stimmen zulässt, kommt nun besonders gut zum Tragen in der neuen Single »Wolken«, gemeinsam mit Haiyti. Eigentlich ein Song aus deren Album »Mieses Leben«, nahmen sich Haiyti und Casper den zentralen Part der Haiyti-Version noch einmal vor, drehten ihn einmal durch den Fleischwolf und verwandelten ihn in ein fiebriges Eifersuchts-Drama von überwältigender Intensität. Der Clou: Ausnahmsweise ist es hier mal der Mann, der nicht aus einer toxischen Affäre rauskommt und wohl leider nur der »Booty Call« ist. Haiyti bleibt erhaben, kühl, distanziert, während Casper fiebrig-nervös barmt und fleht, um im Post-Rock-getriebenen Schlussteil mit weinenden Gitarren und sanft führendem Ride-Becken zu einer zärtlichen Einsicht zu gelangen, die man nicht mit Reue verwechseln sollte. »Das kennen doch die meisten Leute«, sagt Casper, »manchmal will einer oder eine mehr als der oder die andere. Besonderen Spaß hat mir aber die Zusammenarbeit mit Haiyti gemacht. Sie hat ein extrem gutes Gefühl für Beats und haut einfach immer was Besonderes raus.« So gelingt Casper und Haiyti mit vereinter Kraft einer der wehmütig schönsten Tracks des Jahres, der die Vorfreude auf »Alles war schön und nichts tat weh« ins Unermessliche steigert. Casper hat in den vergangenen zehn Jahren Deutschrap revolutioniert. Nun bündelt er nach Abermillionen Klicks, Multi-Platin-Alben sowie gigantischen Tourneen und Festival-Konzerten all seine künstlerischen Tugenden in einem der besten Alben seiner bisherigen Karriere.

 

 

 

 

 

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