Alex Mofa Gang

„Schreib nicht über Dinge, von denen Du keine Ahnung hast.“ Diesen Satz gab der Musiker Detlef Hörold seinen Söhnen Sascha und Gregor einst mit auf den Weg und selbst viele Jahre später schreiben und komponieren die Brüder sowie die restliche Alex Mofa Gang immer noch nach dieser Maxime. STOP, MOOOMENT! Dreht sich bei der lautesten Pop-Band des Landes nicht grundsätzlich alles um ihren Protagonisten ALEX MOFA? Nun, es ist Zeit,einen Schritt nach vorn zu machen. Das neue Album „Nacht der Gewohnheit“, das am 7. Januar 2022 erscheint,bezeichnen Alex Mofa Gang alternativ zum Titelals „Sehnsuchtscollage“, die im Spannungsfeld zwischen Euphorie und Nachdenklichkeit hin und her vibriert. Die Perspektiven und Themen sind vielseitiger und packender ,aber auch persönlicher. Anders gesagt: Die Gang versteckt sich nicht länger in Alex‘Schatten, sondern stellt sich selbstbewusst in die erste Reihe–und somit auch aufs Cover. Es ist eine Freude zu hören und zu sehen, wie die Floskel „nah am Leben“ auf „Nacht der Gewohnheit“ endlich an Bedeutung gewinnt. Nachdem die Geschichte um den helmtragenden Helden, die in den Anfangstagen der Alex Mofa Gang ersponnen worden war und im Rahmen einer Trilogie von Alben erzählt worden ist, erfahren wir auf dem vierten Werk quasi in Echtzeit, was Alex und seine Gang umtreibt. Dabei verschmelzen Persönlichkeiten, Sprecher und Charaktere immer mehr miteinander, so dass die Band schließlich Alex Mofa und Alex Mofa die Band ist. Auf „Nacht der Gewohnheit“ verlaufen die Handlungen parallel, sie überschneiden und beeinflussen sich, weil auch das Leben sowie jede gute Serie verschiedene Handlungsstränge in sich trägt. Denn auch während die Welt in einer großen (Sinn-)Krise steckt, gibt es andere Baustellen(„Kein Land“), die nicht einfach verschwunden sind, nur weil es jemand behauptet („Fake“). Genauso kümmern wir uns inmitten von geopolitischen Problemen um Menschen, die uns nahe sind(„Madeleine“), es entstehen oder scheitern Beziehungen („Was am Ende bleibt“) und letztendlich fiebern wir doch alle nur dem Moment entgegen, wenn wir endlich wieder eine fette „Arschbombe“ in den Swimming-Pool (des Lebens) machen können. Das Wortspiel und der Titel „Nacht der Gewohnheit“ spielt abermals auf die Vielseitigkeit unserer Geschichten und Sehnsüchte an: Darauf, wie viel von dem, was unser Leben lebenswert macht, sich am Abend und in der Nacht abspielt. Sei es das Konzert, das uns Euphorie, ein Lebensgefühl und Gemeinschaft schenkt, aber auch das sorgenfreie Aufeinandertreffen und die Intimität, die nur in der Dunkelheit entstehen kann. All das soll Gewohnheit sein im Leben, ist momentan, aber auch generell eine Besonderheit, was einem leider immer wieder bewusst wird. Dass „Nacht der Gewohnheit“ aber nicht nur inhaltlich persönlich und unmittelbar daherkommt, sondern auch musikalisch, liegt daran, dass Alex Mofa Gang die Produktion erstmals in die eigenen Hände genommen haben, inklusive dem Eigenbau eines Studios, und das Album mithilfe ihres Teams, das sie auch auf Tour begleitet, verwirklicht haben. Beflügelt durch die Veröffentlichung des ersten Live-Albums(„Ende offen –live“, Redfield Records, 2020)war das Ziel klar definiert: Die eigene Musik „physisch erlebbar“ zu machen, um näher an das Live-Gefühl eines Konzertes heranzurücken. „In aller erster Linie wollten wir das Album bis ins letzte Detail selbst verantworten. Nicht weil wir so geil, sondern weil wir so neugierig sind und neue Wege beschreiten wollen. Überhaupt: einen Raum akustisch zu gestalten, ein Studio zu bauen, die technische Umsetzung. Der Hauptgrund war aber, die ganze Aufnahmesituation so nah wie möglich an die Konzerte heranzuholen. Wir wollten ein Album, das wir danach genauso auf die Bühne bekommen“, schildert Sänger Sascha Hörold den Plan. Dabei beschreiben Alex Mofa Gang aber auch das darauf folgende Musizieren im eigenen Studio als „Erlösungsmoment“. Das erste Mal nach längerer Pause wieder die Lautstärke zu spüren, hatte von Beginn an eine katalytische und kathartische Wirkung auf die Produktivität der Band. Auch sonst war viel von der Romantik im Spiel, wie man sich das Leben als Rock-Band vorstellt. So wurden die Pläne zum Album nachts am Lagerfeuer weiter geschmiedet und im Anschluss das Cover-Foto geschossen. Bereits zum letzten Album titulierten sich Alex Mofa Gang, ganz ironiefrei, als lauteste Pop-Band des Landes. Dieser Anspruch wird mit „Nacht der Gewohnheit“ weiter untermauert, indem die Gang auf ihrem vierten Werk alle Einflüsse, die jedes einzelne Mitglied mitbringt, noch mehr zu lässt und stilistisch so noch breiter aufgestellt ist. Somit lässt man sich auch gar nicht mehr auf Diskussionen den Purismus einiger Hörer betreffend ein, sondern streckt jedem, dessen Tellerrand auch nur ein bisschen breiter ist, mit einem Lächeln die Hand entgegen: „Bidde, hier ist die Alex Mofa Gang für Dich!“ handgemacht und von Herzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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