Alex Mofa Gang

Alex Mofa Gang - Ihr kennt die Band hoffentlich schon, sie haben sich in den letzten Jahren einen respektablen Ruf in der deutschsprachigen Alternative/Rock/Pop-Szene erspielt und vor allem live auf allen großen Festivals (Southside, Hurricane, etc) die Bühnen im wahrsten Sinne des Wortes in Schutt und Asche hinterlassen. Gerne möchten wir euch diese treibende Indie-Pop-Nummer, die die Oberflächlichkeiten im digitalen und real life abhandelt. FAKE ist ein kritischer Song über die aktuelle Zeit: Oberflächlichkeit deluxe in flotten Indie-Rhythmen, wunderbar zum Laut machen und mitsingen, die kritische Message immer im Ohr. Die Gang befindet sich mit diesem ersten Release auf dem Weg zu ihrem neuen Album „Nacht der Gewohnheit“. Bereits zum letzten Album titulierten sich Alex Mofa Gang, ganz ironiefrei, als lauteste Pop-Band des Landes. Dieser Anspruch wird mit „Nacht der Gewohnheit“ weiter untermauert, indem die Gang auf ihrem vierten Werk alle Einflüsse, die jedes einzelne Mitglied mitbringt, noch mehr zulässt und stilistisch so noch breiter aufgestellt ist. Somit lässt man sich auch gar nicht mehr auf Diskussionen den Purismus einiger Hörer betreffend ein, sondern streckt jedem, dessen Tellerrand auch nur ein bisschen breiter ist, mit einem Lächeln die Hand entgegen: „Bidde, hier ist die Alex Mofa Gang für Dich!“ – handgemacht und von Herzen. Nachdem die Geschichte um den helmtragenden Helden, die in den Anfangstagen der Alex Mofa Gang ersponnen worden war und im Rahmen einer Trilogie von Alben erzählt worden ist, erfahren wir auf dem vierten Werk quasi in Echtzeit, was Alex und seine Gang umtreibt. Dabei verschmelzen Persönlichkeiten, Sprecher und Charaktere immer mehr miteinander, so dass die Band schließlich Alex Mofa und Alex Mofa die Band ist. Auf „Nacht der Gewohnheit“ verlaufen die Handlungen parallel, sie überschneiden und beeinflussen sich, weil auch das Leben – sowie jede gute Serie – verschiedene Handlungsstränge in sich trägt. Denn auch während die Welt in einer großen (Sinn-)Krise steckt, gibt es andere Baustellen („Kein Land“), die nicht einfach verschwunden sind, nur weil es jemand behauptet („Fake“). Genauso kümmern wir uns inmitten von geopolitischen Problemen um Menschen, die uns nahe sind („Madeleine“), es entstehen oder scheitern Beziehungen („Was am Ende bleibt“) und letztendlich fiebern wir doch alle nur dem Moment entgegen, wenn wir endlich wieder eine fette „Arschbombe“ in den Swimming-Pool (des Lebens) machen können. Das Wortspiel und der Titel „Nacht der Gewohnheit“ spielt abermals auf die Vielseitigkeit unserer Geschichten und Sehnsüchte an: Darauf, wie viel von dem, was unser Leben lebenswert macht, sich am Abend und in der Nacht abspielt. Sei es das Konzert, das uns Euphorie, ein Lebensgefühl und Gemeinschaft schenkt, aber auch das sorgenfreie Aufeinandertreffen und die Intimität, die nur in der Dunkelheit entstehen kann. All das soll Gewohnheit sein im Leben, ist momentan, aber auch generell eine Besonderheit, was einem leider immer wieder bewusst wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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