Albert Luxus

Die Kölner Indiepop-Band Albert Luxus veröffentlicht mit der Single "Zeitzonen" den Fokustrack für das Album: „YinYin“. - Weit oben im Himalaya, man friert, halluziniert und ist „vis a vis mit den Stars“. So drückt es Matthias Albert Sänger, Kopf der Band Albert Luxus, im Song „Himalaya“ aus und zeichnet damit eine Metapher für das nicht enden wollende Streben nach Mehr. Kein Berg ist zu hoch und der Erfolg macht süchtig. So nimmt der Aufstieg und die damit verbundenen Mühen kein Ende. Am Dach der Welt angekommen ist es allerdings eiseskalt, Zivilisation und Wärme sind weit entfernt. Die Single der Kölner ist eine vertonte Grenzerfahrung, die in einer ekstatischen Indie-Disco gipfelt. Doch für wie lange hält der Rausch? „Am Himmel zittern die Sterne“ und der mögliche Sturz in die Tiefe sitzt immer im Nacken. Zuvor erschienen bereits die Singles „Gott vs Tinder" und „Einsame Hornissen", die ersten Veröffentlichungen seit dem Album „Diebe“ aus 2018. „Die Mienen trist / Die Lippen stumm / Der da am Boden kriecht da gerne rum“ Es ist eine Einzelkämpferin, die da am Boden kriecht. Die Einsame Hornisse. Sie fährt den Stachel aus, strebt nach etwas Besserem und ist dafür bereit, sich selbst und ihre Umwelt auszubeuten. „HeyHeyYeah / Dem Chaos hinter hinterher / HeyHeyYeah / Wir schwingen leicht, wir schwingen schwer“ Holen wir das Glück, dem wir mühsam hinterherrennen, tatsächlich eines Tages ein? Die Lieder auf dem Album „YinYin“ sind verdichtete Beobachtungen mit Raum für Interpretation, gebettet auf wohltuend unprätentiöser und griffiger Indiepop-Produktion. Das Album handelt von individuellem Gleichgewicht und dem Gleichgewicht der ganzen Welt. Eine fehlende Balance. Kein Yin und Yang: Zwei Dinge, die ohneeinander nicht sein können, zwei entgegengesetzte Kräfte, die miteinander im Einklang stehen. Doch wir als Individuen vertrauen unserer Intuition nicht mehr, werden krank, bringen das Klima ins Rudern. Die Symmetrie stimmt nicht mehr, wir vergiften unseren eigenen Lebensraum. Auf der Suche nach Anerkennung und Liebe gehen wir an unsere körperlichen Grenzen. All diese Denkanstöße kommen in geballter Ladung auf einem Album zusammen. Musikalisch wird die klassische (Rock-)Bandbesetzung, zu der im Kern nach wie vor auch der Schlagzeuger Andreas Kiwitt gehört, neuerdings durch einen 70er Jahre Synthesizer ergänzt, dem Solina String Ensemble, der auch schon Bands wie Air und Pink Floyd mehr Weite einzuhauchen vermochte. Im Gegensatz zu „Diebe“, das mit Titeln wie „Jacuzzi“ und „Pina“ oft federleicht im Sommerwind tänzelte und, so der Rolling Stone, „die Leichtigkeit von Die Höchste Eisenbahn mit der intellektuellen Chuzpe eines Jens Friebe“ vereinte, würden die neuen Stücke eher eine Gesetztheit und geradlinigere Melancholie verfolgen, so Albert Luxus. Den Schreibprozess begleiteten entsprechend warme Melodiegesänge schwermütiger Künstler, wie Timber Timbre und Deerhunter. Zuletzt trat Matthias Albert Sänger mit dem Projekt Freindz in Erscheinung. Gemeinsam mit Aydo Abay (Blackmail) und Thomas Götz (Beatsteaks) veröffentlichten sie das Album „High Times in Babylon“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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