Streichelt


Wer sich das Artwork zur neuen Streichelt-Single „Eines Tages“ anschaut, wird den Riss, der sich zwischen den Augen entlang schlängelt, sehen können. Man erkennt, dass darunter noch etwas verborgen ist. Die Single erzählt von der emotionalen Taubheit einer durch Reizüberflutung abgestumpften Gesellschaft und der darauffolgenden Flucht in den Hedonismus. „Eines Tages werde ich vielleicht lieben können Doch bis dahin bleib ich taub zwischen den Ohren“ Dieser dient jedoch nur als kurzfristiges Pflaster, viel wichtiger ist doch die Erkenntnis, dass auch das Grau all unsere Farben enthält. Manchmal muss man nur etwas genauer hinsehen. Dass Streichelt genauer hinsieht und seine Umgebung beobachtet, wird nicht nur mit dieser Single klar, sondern auch schon mit seinen bisher veröffentlichten Titeln. Vor knapp einem Jahr veröffentlichte er seine erste Single „Sicher Nicht“ und streichelt seitdem die NNDW-Szene auf. Mit seiner fast schon bunten Herangehensweise gibt er dem NNDW etwas Leichtes, Melancholisches und das Gefühl, dass am Ende doch irgendwie alles gut wird. Produziert wurde die Single von Jan Kerscher und Streichelt selbst. Die beiden heben den Sound aufs nächste Plateau. Er wirkt griffiger und definierter. Die neue Single festigt Streichelts eigenen Sound, in dem man immer wieder auf melodisch technoide Synthesizerwelten trifft, die auf ein Post Punk-Fundament gebettet sind, während die Vocals eine Geschichte erzählen, die Freiheit zur Interpretation lässt. In Streichelts ersten Musikvideo wird die Entwicklung des Songs auf visueller Ebene noch klarer, von den steinernen Geschöpfen der grauen Welt, hinzu mehr Leben, Farben und Emotionen. Ein cineastisches Erlebnis, eingefangen in den Lavafeldern des spanischen Teides. „Das Video haben mein Bruder und ich in der Lavalandschaft um den El Teide auf Teneriffa gefilmt, weil unsere Eltern gerade dort Urlaub gemacht haben und wir spontan für ein paar Nächte vorbeikamen. Da ja steinerne Geschöpfe ein Thema des Songs sind, kam mir dir felsige Landschaft dort perfekt vor, um die Musik entsprechend übersetzen zu können. Eine schwierige Entscheidung war, den Großteil des Videos schwarz weiß zu lassen, da die Farbbilder der Landschaft einfach wunderschön sind, doch auch hierbei haben wir die Message des Songs als Leitlinie aufgegriffen.“ Das nächste Streichelt-Kapitel hat begonnen, mit “Eintracht Pankow” als Label und Verlag an der Seite kann es losgehen. Ach, und wem einzelne Textzeilen dann doch sehr bekannt vorkommen, der hört richtig. Inspiriert wurde der Track von Playlistnamen, in denen Streichelt vertreten ist. Von daher bleibt weiter kreativ und packt Streichelt in eure Playlisten!

 

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www.instagram.com/johannesstreichelt